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„Days of Thunder“ kehrt zurück: Tom Cruise steigt wieder als Cole Trickle ins Cockpit

PublicDomainPictures (CC0), Pixabay
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Für Fans des Originals ist es eine Nachricht mit echtem Nostalgie-Faktor: Mehr als drei Jahrzehnte nach „Days of Thunder“ bekommt der Rennsport-Klassiker tatsächlich eine Fortsetzung.

Und Tom Cruise ist wieder dabei.

Der Hollywood-Star bestätigte das Projekt selbst und veröffentlichte ein Foto gemeinsam mit Oscarpreisträgerin Anne Hathaway am Daytona International Speedway. Neben den beiden stand ein Stockcar mit einem Namen, den Filmfans sofort erkennen dürften: Cole Trickle – die Figur, die Cruise bereits 1990 spielte. Auf dem Wagen war zudem „Days of Thunder“ und „Summer 2028“ zu lesen.

Damit ist klar: Cole Trickle kehrt zurück.

Kinostart im Juni 2028

Nach den vorliegenden Angaben soll Paramount Pictures den Film am 2. Juni 2028 in die Kinos bringen. Gedreht werden soll ausdrücklich auch für IMAX.

Tom Cruise übernimmt erneut die Rolle des Rennfahrers Cole Trickle. Anne Hathaway soll eine Teambesitzerin und Ingenieurin spielen. Regie führt Jonathan Levine, bekannt unter anderem durch „50/50“ und „Long Shot“. Produziert wird der Film unter anderem von Cruise selbst und Jerry Bruckheimer.

Noch ist wenig über die eigentliche Handlung bekannt. Doch allein die Rückkehr von Cruise in eine seiner bekanntesten frühen Rollen dürfte bei vielen Film- und Motorsportfans Erinnerungen wecken.

Ein Film, der NASCAR für Millionen Menschen auf die Leinwand brachte

Das Original von 1990 war weit mehr als nur ein weiterer Rennfilm.

Unter der Regie des legendären Tony Scott und mit der Musik von Hans Zimmer erzählte „Days of Thunder“ die Geschichte des ehrgeizigen Rennfahrers Cole Trickle, der in die NASCAR-Serie wechselt und dort von Crew Chief Harry Hogge, gespielt von Robert Duvall, aufgebaut wird.

Trickle liefert sich auf der Strecke ein erbittertes Duell mit Rowdy Burns, gespielt von Michael Rooker. Nach einem schweren Unfall wird er von Dr. Claire Lewicki behandelt – dargestellt von Nicole Kidman – und beginnt mit ihr eine Beziehung.

Der Film spielte weltweit rund 157,9 Millionen Dollar ein, bei Produktionskosten von etwa 60 Millionen Dollar, und wurde für den Oscar für den besten Ton nominiert. Zahlreiche Szenen und Figuren waren von echten NASCAR-Fahrern und Ereignissen inspiriert. Rennlegenden wie Richard Petty, Rusty Wallace, Neil Bonnett und Harry Gant hatten sogar Cameo-Auftritte.

Für eine ganze Generation wurde Cole Trickle dadurch zu einer der bekanntesten Rennfahrerfiguren der Filmgeschichte.

Auch die NASCAR-Fahrer sind begeistert

Die Ankündigung sorgt offenbar auch innerhalb der NASCAR-Szene für große Vorfreude.

Chase Briscoe bezeichnete den Film als potenziell enorm wichtig für den gesamten Sport. Besonders interessiert ihn, wie Tom Cruise die Rennszenen drehen wird – schließlich ist der Schauspieler dafür bekannt, viele seiner Stunts selbst auszuführen.

Briscoe scherzte bereits darüber, ob Cruise möglicherweise tatsächlich mit einem Rennwagen über eine Strecke wie Daytona fahren werde.

Auch Denny Hamlin sieht große Chancen. Jede zusätzliche Aufmerksamkeit für NASCAR könne dem Sport helfen, selbst wenn Hollywood die Realität natürlich dramatisiere. Hamlin bestätigte zudem, bereits mehrfach mit Regisseuren und Drehbuchautoren über das Projekt gesprochen zu haben.

Das deutet darauf hin, dass die Macher offenbar großen Wert darauf legen, den heutigen NASCAR-Sport möglichst glaubwürdig in den Film einzubinden.

Kommen echte NASCAR-Stars vor die Kamera?

Auch Cameo-Auftritte aktueller Fahrer scheinen durchaus möglich.

Ein Kandidat wäre Ryan Blaney. Der NASCAR-Champion von 2023 verfügt bereits über Schauspielerfahrung und war unter anderem in „Cars 3“ und „Logan Lucky“ beteiligt.

Blaney zeigte sich begeistert von den Plänen und erklärte, dass er nach Gesprächen mit einigen der Autoren großes Vertrauen in die Richtung des Films habe. Ob aktuelle Fahrer tatsächlich Rollen bekommen, steht allerdings noch nicht fest.

Für Motorsportfans könnte genau diese Verbindung zwischen Hollywood und echter NASCAR-Welt den besonderen Reiz der Fortsetzung ausmachen.

Tom Cruise weiß, wie man einen Klassiker zurückbringt

Natürlich stellt sich bei einer Fortsetzung nach beinahe vier Jahrzehnten immer dieselbe Frage:

Braucht es das wirklich?

Bei Tom Cruise gibt es allerdings ein ziemlich starkes Argument dafür.

Denn genau dieses Kunststück ist ihm bereits einmal gelungen.

2022 kehrte er nach 36 Jahren als Pete „Maverick“ Mitchell in „Top Gun: Maverick“ zurück. Viele hatten zuvor befürchtet, dass die Fortsetzung einen Filmklassiker lediglich aus kommerziellen Gründen wiederbeleben würde.

Das Ergebnis war das Gegenteil.

„Top Gun: Maverick“ wurde ein gewaltiger Erfolg bei Publikum und Kritik, erhielt sechs Oscar-Nominierungen einschließlich „Bester Film“ und spielte weltweit rund 1,5 Milliarden Dollar ein – mehr als jeder andere Film in Cruises Karriere.

Genau deshalb dürfte die Erwartung an „Days of Thunder 2“ jetzt enorm sein.

Rennfilme erleben ohnehin eine neue Blütezeit

Auch der Zeitpunkt könnte kaum besser sein.

Motorsport funktioniert derzeit hervorragend im Kino.

„Ford v Ferrari“ spielte weltweit mehr als 225 Millionen Dollar ein und gewann zwei Oscars. Der von „Top Gun: Maverick“-Regisseur Joseph Kosinski inszenierte Formel-1-Film „F1“ mit Brad Pitt erreichte sogar rund 634 Millionen Dollar, wurde als bester Film für einen Oscar nominiert und gewann den Preis für den besten Ton.

Die Mischung aus realen Rennstrecken, moderner Kameratechnik, enormer Geschwindigkeit und großen Kinobildern scheint beim Publikum wieder hervorragend zu funktionieren.

Und jetzt kommt ausgerechnet Cole Trickle zurück.

Wieder dieses Motorengeräusch. Wieder Daytona. Wieder Cole Trickle.

Für Fans des Originals dürfte sich die Nachricht deshalb ein wenig so anfühlen wie das Wiedersehen mit einem Stück Filmgeschichte.

1990 war Tom Cruise gerade Anfang 20, als Cole Trickle mit grenzenlosem Selbstvertrauen ins NASCAR-Cockpit stieg.

Wenn „Days of Thunder 2“ 2028 tatsächlich erscheint, liegen fast vier Jahrzehnte zwischen beiden Filmen.

Das eröffnet eine spannende Frage: Wer ist Cole Trickle heute?

Ist er noch Fahrer? Mentor? Teambesitzer? Ein Mann, der sich noch einmal beweisen will?

Noch kennen wir diese Antworten nicht.

Doch nach „Top Gun: Maverick“ weiß man, dass Tom Cruise bereit ist, alte Figuren nicht einfach nur wieder hervorzuholen, sondern ihre Geschichte tatsächlich weiterzuerzählen.

Und allein der Anblick dieses Stockcars in Daytona mit dem Namen Cole Trickle dürfte bei vielen Fans bereits für Gänsehaut sorgen.

Die Motoren werden wieder gestartet. „Days of Thunder“ ist zurück – und Tom Cruise sitzt wieder mittendrin.

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