Das Scheingefecht unserer Politiker mit der Automobilindustrie

Klar, es ist Wahlkampf und ein wichtiges Thema im Wahlkampf ist natürlich, neben dem Thema Flüchtlinge, auch der Dieselskandal. Mal ehrlich, als Politiker wärest du doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn Du Dich jetzt hinstellen und sagen würdest: „Habt ihr Klasse gemacht, ihr Autobosse“. Das wäre sicherlich gleichbedeutend mit 5% weniger Zustimmung in der Wählergunst. Das wollen Merkel und Schulz nicht.

Was aber bei der hitzigen „Scheindiskussion“ vergessen wird, ist aber doch der Punkt, dass von diesen Herren Milliarden an Volksvermögen vernichtet wurden, denn einen alten Diesel kannst du im Moment nun wirklich nicht mehr an den Mann/Frau bringen, selbst neuere Modelle mit Euro 5 nur mit sehr hohem Abschlag. Das ersetzt den Verbrauchern keiner dieser Verbrauchertäuscher. Hier will man mit großzügigen Prämien noch neue Autos verkaufen. Wie dreist ist das denn, kommt einem da in den Kopf? Es ist nicht dreist, es ist unsere Autoindustrie in Zusammenarbeit mit der Politik.

Was wir brauchen ist die Möglichkeit einer Sammelklage wie in den USA. Dann würden sich manche Manager so manches dreiste Gaunerstück sicherlich überlegen, denn sie würden ja die Konsequenzen kennen. In Deutschland wurde bisher jeder Versuch der Einführung, übrigens auch vom Verbraucherzentrale Bundesverband gefordert, von der Politik abgeblockt. Klar, der Bürger hat alle vier Jahre mal eine Stimme, die Autoindustrie hat Geld, um Parteien zu unterstützen. Ein Schelm, wer da einen Zusammenhang sieht. In Deutschland fehlt eine ehrliche Partei, die den Amtseid eines deutschen Ministers wirklich ernst nimmt. Einfach nur sein Wort halten!

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

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