Natürlich werden wir jeden Tag von 1.000senden von Usern gelesen, erhalten dann auch immer Hinweise darauf, was im Markt derzeit so alles passiert und manchmal sind es ungalubliche Sachverhalte, wo man dann nur mit dem Kopf schütteln kann.
Hier geht es um, nennen wir es einmal ganz einfach ein Steuersparmodell, wo einer unserer User aber eine ganz klare Meinung dazu hat, diese auch begründet.
Gut begründet, denn ein von uns befragter WP sagt uns im Ergebnis das Gleiche zu dem Thema, deshalb sagen wir ganz einfach FINGER WEG!, nicht dass es sonst irgendwann einmal ein „böses Erwachen“ für sie gibt.
Hier die Meinung unseres Users:
zunächst danke ich nochmals für die Einladung zum Tagesseminar Alles sehr sympathische Personen, Referenten wie Teilnehmer, allerdings konnte ich keine Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer unter den Teilnehmern kennen lernen. Insofern erschließt sich mir im Nachhinein auch, weshalb die gestellten Fragen anders lauteten, als in den z.B. meinem Gespräch mit meinem sehr kompetenten Steuerberater.
Denn, als in diesem für mich (und die anderen Teilnehmer vielleicht auch) völlig neuen Thema, war ich zu diesem Zeitpunkt nicht kompetent, diese jetzt aufgeworfenen Fragen zu stellen.
Als Finanzvermittler fand ich das Thema als Gestaltungsidee sehr interessant und ich habe mich daher mit dem Thema anschließen ausgiebig beschäftigt und auch nachvollziehbarerweise, Experten-Rat eingeholt.
Die Erkenntnisse meiner Recherchen – ich hatte das Thema, wie oben geschrieben – vorher nicht bewusst auf dem Schirm, waren jedoch nicht so, wie ich es – nachvollziehbarerweise – gehofft habe.
Hier meine ausführliche Begründung und zwingend logische Konsequenz der Beendigung der Mitgliedschaft
Das Konzept ist nicht nur laut meinem Steuerberater steuerrechtlich nicht tragfähig. Dieser kennt sich mit dem Thema EWIV aus. Er hat mir in einem sehr langen Telefonat (für das ich Honorar zahlen muss) und schriftlicher Ergänzung meines ersten E-Mail Entwurfes an Euch, sehr ausführlich erläutert, dass der Betriebsausgabenabzug eben nicht willkürlich sein darf. Vertragsfreiheit hin- oder her.
Die Gegenleistung muss plausibel und angemessen sein. Sonst handelt es sich um Scheingeschäfte.
„Das Konstrukt ist nicht nur steuerlich nicht tragfähig. Es ist rechtlich nicht tragfähig, da durch das „Projektgeld“ Zahlungsrückflüsse ohne rechtlichen oder wirtschaftlichen Grund erfolgen, auf Konten außerhalb der steuerlichen Sphäre des Steuerpflichtigen in Deutschland oder sonst wo auf der Welt „zur freien Verwendung“. Das begründet den Anfangsverdacht nach dem Geldwäschegesetz.“
Dafür spricht auch, dass das IK-EWIV Mitglied von vorherein dieses „Geschäft nur tätigt, weil es unbedingt weiß, dass es 90% des Geldes binnen weniger Tage wieder auf einem Konto seiner Wahl als Projektgeld ohne Nachweis der Verwendung wieder zur Verfügung hat.
So wird es im Seminar kommuniziert und somit ist klar ersichtlich, warum Mitgliedbeiträge gezahlt werden, so auch der Stb.
Eine noch detaillierte, ausführlichere Begründung lasse ich hier nachvollziehbarerweise weg, sie dürfte Euch bekannt sein.
Zudem ist das auch nicht meine Aufgabe.
Im Fall Siemens, hier waren auf jeden Fall Steuer-Spezialisten mit an Bord, hat man auch mit Hilfe einer EWIV versucht, Kapital der Besteuerung zu entziehen, um damit Schmiergeldzahlungen vorzunehmen
Wie wir alle wissen, ist dies gründlich ‚in die Hose gegangen‘. „Im Fall Siemens war es nicht nur die EWIV. Es waren unterschiedliche, teilweise doppelt verschachtelte Rechtsformen unterschiedlichster Art. Und Grundlage waren überteuerte oder nicht durchgeführte Beraterverträge sowie Patent- und Lizenzgebühren.“
Wie der gute Prinz Uwe Pordzik ja so schön selbst in seiner Expertise auf Seite 4 unten geschrieben hat, empfiehlt er ein steuerliches Gutachten erstellen zu lassen:
Allerdings decke ich als Diplom Ökonom ausschließlich den wirtschaftlichen
und gesellschaftsrechtlichen Part verbindlich ab; die abschließende steuerliche
und juristische Würdigung muss durch das Siegel einer
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgen. Hierzu mag diese wirtschaftliche
Expertise mit ihren Dokumentenanhängen jedoch als Grundlagenpapier
dienen.
Obschon klar sein muss, dass die Finanzämter, wenn nicht sofort, aber doch sehr zeitnah jeweils negativ reagieren werden, ist dieses Gutachten laut des VIP-Partners Norbert Wöhrle nicht verfügbar.
Das zur Verfügung stehende Klageentscheidung hinsichtlich der EWIV ist (leider) nicht heranzuziehen, es geht um einen nicht gleichen, anderen Sachverhalt.
Erschwerend ist anzumerken (Mit STB-Anmerkungen):
Es kommt zudem gar nicht auf ein Siegel einer „Wirtschaftsprüfungsgesellschaft“ an. Das ist kein Freibrief und suggeriert, dass andere die Verantwortung übernehmen könnten.
Die Pflicht nach § 138 d ff. AO zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen verschweigt Herr Pordzik
Herr Pordzik gibt auf Seite 6 seiner Expertise die steuerlichen Grundlagen in Deutschland an:
„BMF-Schreiben vom 15.11.1988 …“
Das BMF Schreiben wurde bereits 29.03.2007 BdF IV C 6 – O-1000 / 07 / 0018 als koordinierter Ländererlass aufgehoben insofern
gehen Aussagen, die sich darauf beziehen, ins Leere. Seit dem gelten für in Deutschland ansässige EWIV die Vorschriften nach den DBA mit den EG-Partnern.
Der § 180 AO ist keine steuerliche Grundlage, sondern eine technische Vorschrift und hat etwas mit der Zurechnung der Einkünfte zu Personen zu tun, aber nicht mit der Besteuerung an sich. Insofern ist eine Rechtsprechung hierzu am Thema vorbei.
„Es kommt auf kein Gutachten an. Ein Gutachten ist aber zwingend, damit der Auftraggeber den Umfang seines Risikos und des Ergebnisses kennt, auf dem er seine
Beratungen aufbaut. Man sollte wirtschaftlich nicht beraten, wenn man gar nicht weiß wie das Gesamtsystem funktioniert und welche Auswirkungen es jeweils hat.
Hätte hier jemand ein Gutachten in Auftrag gegeben und es dann gelesen, würde kein seriöser Mensch auf die Idee kommen, über die EWIV in dieser Form zu beraten.
Diese Erkenntnis ist nicht neu.“
Der im Web vorliegende EWIV-Vertrag ist ein Entwurf (handschriftlich geändert), ohne Unterschriften und ohne prüfbaren Wahrheitsgehalt.
Ob dieser tatsächlich so abgeschlossen wurde, kann diesseits nicht beurteilt werden. Er umschreibt die Tätigkeiten extrem rudimentär und eher wie eine Plattform.
Besonders der Buchstabe k) ist irreführend, so der Stb.
Mag sein, dass die EWIV ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird, jedoch sind Einnahmen und Betriebsausgaben jeweils getrennt zu prüfen.
Projektgelder sind nur dann Betriebsausgaben, wenn diese als solche anerkannt werden können.
Geschieht dies nicht, wird aus der beabsichtigten fehlenden Gewinnerzielungsabsicht ganz schnell ein Profit-Unternehmen.
Da die IK-EWIV zudem noch kein Proof of concept haben kann, da das Konzept erst seit Anfang 2022 besteht, gibt es auch keine
Belege dafür, dass es akzeptiert wird. Die obigen Ausführungen (die ich von meine Stb habe), lassen dies zudem auch als noch weniger wahrscheinlich annehmen.
Mein Steuerberater hat mir vergleichbare Fälle erläutert und mir deutlich mitgeteilt, dass er bereits einen anderen Mandanten, der auch versucht hat,
mit diesem Modell „Steuern zu hinterziehen“ , so seine Einschätzung, gekündigt hat.
Diese Gestaltungen seien auch in allen Fällen gescheitert. Auch da waren steuerliche Berater an Bord. Gleiches habe ich inzwischen von weiteren Personen gehört, die Geschäftspartner kennen, die ähnliches versucht hatten.
So wie das Konzept dargestellt wird, ist das für meinen Stb. ein klarer Fall von Steuerhinterziehung. Meine Frage, was ihn den davon abbringen würde, dies so zu sehen, bringt genau das auf den Punkt, was der Prinz in seinem Gutachten fordert: Ein steuerlichen Gutachten. Das dies mindestens von einem der großen 4 WP Gesellschaften, maximal der größten 10 sein muss, ist plausibel.
Und es müßte die obigen aufgeführten Punkte entsprechend einbeziehen und entkräften.
FAZIT: Wenn Ihr das Gutachten – mit allen den obigen geklärten Punkten nicht beibringt und damit Eure Sichtweise hinsichtlich der Vorgehensweise der IK-EWIV belegen könnt, besteht das extrem hohe Risiko, dass die Finanzbehörden die Kosten nicht anzuerkennen bzw. nachträglich aberkennen und eine bundesweite, wie auch immer geartete, nennen wir es ‚Verwaltungsanordnung‘ erlassen werden – sozusagen eine LEX IK-EWIV und die Mitglieder der EWIV im wirklich allerbesten Fall am „langen Arm verhungern lassen“.
Mein STb geht sogar davon aus, dass der Staat in seiner „freundlichen Art und Weise“ einfach im zu zeigen, wo es lang geht, Steuerstrafverfahren einleiten wird.
Meine Prognose:
Bei den Summen um die es hierbei – laut Eurer Aussage über 900 IK-EWIV-Mitglieder geht, dürfte der Staat also mit allen Rechtsmitteln durchgreifen und es wird nicht lange dauern, bis die Staatsanwalt noch vor der Steuerfahndung bei der EK-EWIV aufläuft und einfach alle Daten mitnimmt. Mit der Handlungsfähigkeit wäre es dann vorbei.
Im schlechtesten Falle, zeitgleich oder kurz danach die Staatsanwaltschaft besteht zudem das Risiko, das diese bei einem Teil der IK-EWIV-Mitglieder ‚vorbeikommt‘, einfach mal so, um zu zeigen wo „der Hammer hängt“.
Das haben die Finanzbehörden mit Hilfe der Staatsanwaltschaft schon in ganz anderen Fällen gemacht, selbst aufgrund deutlich nichtigerer Anlässe und Summen.
Dieses also zwingend notwendige Gutachten als unbedingt notwendige Voraussetzung ist jedoch bisher offensichtlich nicht in Auftrag gegeben worden, auch der eine Referent auf dem Seminar, Peter Schüssler, hat dies gegenüber einem anderen Mitglied letzte Woche verneint und – so habe ich das zumindest verstanden – abgewiegelt – man brauche das nicht.
So muss ich aus Selbstschutz die Konsequenz ziehen und meine Kündigung erklären.
Nachvollziehbare Belege der Nachhaltigkeit des Konzepts der IK-EWIV sind also leider nicht vorhanden. Der E-Mail-Beleg des WP´s, der nicht mal eine eigene homepage, geschweige denn eine
Firmen E-Mailadresse besitzt, nur eine mit gmx- Endung, ist deutlich gesagt, keiner.
Dass das Konzept der IK-EWIV den „Streßtest mit den Finanzbehörden“ sicher überstehen kann, halte ich somit für extrem unwahrscheinlich, zumal die notwendigen Voraussetzungen. siehe oben, derzeit schon gar nicht gegeben sind.
Legt Ihr kein entsprechendes umfänglichen steuerliches Gutachten vor, welches die berechtigen Einwände meines Steuerberaters entkräften und klärt Ihr die aufgeworfenen Fragen nicht, so sehe ich keine Grundlage für eine Zusammenarbeit, im Gegenteil als Finanzanlagenvermittler mache ich mich ggfls. auch noch strafbar.
Ich bitte noch um Zusendung der Quittung für den bezahlten Mitgliedsbeitrag und das Seminar.
Ich bitte um Bestätigung.
P.S. Das mögliche Ausmaß der Katastrophe, welches hier auf die IK-EWIV Mitglieder zukommen kann, macht es meines Erachtens notwendig, dass ich den Mitgliedern, die ich kenne, meine Bedenken mitteile. Mögen diese dann entscheiden, ob sie das genau so sehen oder mit „Augen zu und durch“ weiter machen.
Zudem, so habe ich das inzwischen erfahren, bin ich nicht der Einzige, der diese erheblichen Bedenken hat. Ob diese sich dann einfach zurückziehen und sich nicht mehr kümmern, kann ich nicht beurteilen. Ich habe über drei Ecken (und damit jedoch leider nicht nachvollziehbar) mitbekommen, dass hier bereits ein WP diese Sichtweise wohl teilt.
Uns übermittelte Dokumente:
IK110-IK-EWIV-AMTSGERICHT-STUTTGART-REGISTERGERICHT
IK111-IK-EWIV-GRUENDUNGSVERTRAG-01 (1)
das ist alles sehr interessant was Sie dabei schreiben. Eins wird aber dabei vergessen. Letztendlich geht es darum ob die Steuerersparnisse vom Finanzamt auch anerkannt werden. Ich habe nun mal Rücksprache gehalten und diese ganzen Punkte auch angesprochen. Dieses war am 10.03.2023
Folgendes Modell im Kurzen hat die IK EWIF
Das jeweilige deutsche Unternehmen kauft abstrakte Dienstleistungen bei der IK EWIF zur Weiterentwicklung. Das jeweilige Unternehmen zahlt an die EWIF Mitgliedsbeiträge und die Dienstleistungen die die EWIF zur Verfügung stellt, sind unter anderen z. B Wertesicherung, Krypto Prävention, Personalmanagement, Warentransfer, Handel unter Mitgliedern, Firmendienstleistungen usw. Diese und weitere Dienstleistungen werden den deutschen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Über diese Dienstleistungen werden Projektgelder investiert. Die Verwaltung dabei übernimmt das selbständige Büro der IK EWIF. Wo hierbei soll das ganze eine Steuerhinterziehung sein ? Bitte mal ausführlicher erläutern. Die Projektgelder wiederum als Betriebsausgaben abgesetzt mindern damit den Gewinn.