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Curaçao schenkt Deutschland den Gruppensieg – Jetzt darf geträumt werden!

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Manchmal schreibt eine Weltmeisterschaft Geschichten, die selbst Hollywood nicht besser inszenieren könnte.

Während die deutsche Nationalmannschaft wenige Stunden zuvor mit viel Leidenschaft und einem Last-Minute-Tor von Deniz Undav die Elfenbeinküste niedergerungen hatte, kam die beste Nachricht des Tages aus Kansas City. Dort sorgte WM-Zwerg Curaçao für eine Sensation und machte Deutschland vorzeitig zum Gruppensieger.

0:0 gegen Ecuador – ein Ergebnis, das auf den ersten Blick unspektakulär klingt. Tatsächlich war es eine kleine Fußball-Revolution.

Der große Held des Abends trug Handschuhe. Torhüter Eloy Room lieferte eine Leistung für die Geschichtsbücher ab. Mit unglaublichen 15 Paraden stellte der 37-Jährige einen WM-Rekord für Spiele ohne Verlängerung auf und trieb die favorisierten Südamerikaner schier zur Verzweiflung.

Was Ecuador auch versuchte – Room war da.

Freistehend vor dem Tor? Gehalten.

Kopfball aus kurzer Distanz? Gehalten.

Gewaltschuss aus dem Strafraum? Ebenfalls gehalten.

Mit jeder Parade wuchs die Begeisterung im legendären Arrowhead Stadium von Kansas City. Dort, wo normalerweise die NFL-Stars der Kansas City Chiefs für Gänsehaut sorgen, feierten die Fans diesmal die vielleicht größte Leistung in der Fußballgeschichte Curaçaos.

Der Außenseiter stemmte sich mit allem gegen die drohende Niederlage. Die Mannschaft von Trainer-Legende Dick Advocaat kämpfte um jeden Ball, warf sich in jeden Schuss und glaubte bis zur letzten Sekunde an ihre Chance.

Als schließlich der Schlusspfiff ertönte, brachen alle Dämme.

Die Spieler von Curaçao jubelten wie Weltmeister – und in Deutschland dürfte ebenfalls mancher Fan gegrinst haben.

Denn das sensationelle Remis bedeutet: Deutschland steht bereits vor dem letzten Gruppenspiel als Gruppensieger fest.

Eine komfortable Ausgangslage, die vor wenigen Tagen kaum jemand erwartet hätte.

Natürlich bleibt die Erkenntnis, dass die DFB-Elf sich noch steigern muss. Gegen die Elfenbeinküste wurden defensive Schwächen sichtbar, offensiv lief längst nicht alles rund. Doch erfolgreiche Turniere leben von Momentum, Selbstvertrauen und den berühmten Geschichten, die unterwegs entstehen.

Und genau so eine Geschichte hat Curaçao jetzt geschrieben.

Der kleine Karibikstaat hat Deutschland den Gruppensieg geschenkt – und vielleicht sogar ein wenig den Weg geebnet.

Die K.o.-Phase kann kommen.

Und plötzlich wirkt bei dieser Weltmeisterschaft vieles möglich.

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