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Costco oder Endzeitfilm? Wenn Einkaufen zum Überlebenskampf wird

tokaijiru (CC0), Pixabay
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Wer glaubt, Einkaufen sei entspannt, war noch nie bei Costco. Dort, wo Einkaufswagen die Größe von Kleinwagen haben und die Menschenmenge sich verhält wie bei einem Ausverkauf am Weltuntergangstag.

Shelby Blessie weiß, wovon sie spricht. Mit ihren 1,49 Metern hat sie im Costco ungefähr die Perspektive eines U-Boot-Kapitäns ohne Periskop. Über den Rand ihres gigantischen Einkaufswagens hinweg sieht sie… nichts. Außer plötzlich auftauchende Menschen, die entweder abrupt stehen bleiben („Gratis-Probe!“) oder wie aus dem Nichts in ihren Weg schießen.

„Ich wurde schon umgerannt oder fast überfahren“, sagt sie. Zugegeben: Ein paar Leute hat sie auch selbst gerammt. „Aber meistens sind die selbst schuld.“

Willkommen im Costco-Thunderdome.

Hier gelten eigene Gesetze. Oder besser gesagt: gar keine. Menschen fahren zu viert nebeneinander durch die Gänge, parken ihre Wagen mitten im Weg oder bleiben spontan stehen, weil irgendwo ein 3-Meter-Wasserpark im Angebot ist.

Das Internet hat dafür sogar Begriffe erfunden: „Cart Tunnel Vision“ – also kompletter Realitätsverlust hinter dem Einkaufswagen. Oder „Meanderthals“ – Menschen, die ziellos durch die Gegend irren und dabei alle anderen blockieren.

Die Folge: Chaos. Kleine Zusammenstöße („Bumper Carts“) gehören zum Alltag. Manche behaupten sogar, Costco schmiere die Räder mit Knöchelhaut – so oft wird man dort angefahren.

Tom Filline vergleicht das Ganze mit einem LKW ohne Bremsen: „Einen vollen Costco-Wagen anzuhalten ist wie einen 500-Tonnen-Truck zu stoppen.“ Er selbst bleibt unfallfrei – dank Berufserfahrung als Sportlehrer. Chaos ist sein Element.

Andere sehen das weniger entspannt. DJ Ajax fordert quasi einen Führerschein für Einkaufswagen: „Die Leute haben null räumliches Bewusstsein. Die stellen ihre Wagen einfach irgendwo ab – Hauptsache, es passt für sie.“

Und selbst große, kräftige Typen wie Immobilienmakler Ian Collins fühlen sich wie im Black Friday auf Steroiden: „Zehn von zehn Mal wird mein Wagen gerammt.“

Sein Rat? Ganz einfach:
Behandle deinen Einkaufswagen wie ein Auto.
Nicht mitten im Gang parken.
Nicht Leute rammen.
Rechts fahren.
Und vor allem: Kein Idiot sein.

Klingt simpel. Ist es offenbar nicht.

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