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Confido Jobservice GmbH & Co. KG unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

geralt (CC0), Pixabay
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Aktenzeichen 30 IN 858/26:

Beim Amtsgericht Heilbronn ist ein Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Confido Jobservice GmbH & Co. KG mit Sitz in Besigheim anhängig. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 30 IN 858/26 geführt.

Nach dem veröffentlichten Beschluss vom 8. Juli 2026 wurde zur Sicherung des schuldnerischen Vermögens eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Steffen Beck von der Kanzlei Pluta in Stuttgart.

Wichtig ist dabei: Es handelt sich derzeit noch nicht um die endgültige Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Vielmehr geht es zunächst um Sicherungsmaßnahmen bis zur Entscheidung über den Insolvenzantrag. Die Schuldnerin hatte den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen gestellt.

Das Gericht untersagte Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen die Gesellschaft, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind. Bereits begonnene Vollstreckungsmaßnahmen werden einstweilen eingestellt. Verfügungen der Gesellschaft über ihr Vermögen sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam.

Besonders weitreichend ist die Anordnung zu Bankkonten und Außenständen. Der Schuldnerin wurde verboten, selbst über Bankkonten und Forderungen zu verfügen. Die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über Bankguthaben und Außenstände geht insoweit auf den vorläufigen Insolvenzverwalter über. Drittschuldner dürfen nicht mehr an die Gesellschaft zahlen, sondern müssen Leistungen an den vorläufigen Insolvenzverwalter erbringen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter soll nun das Vermögen sichern und erhalten. Zugleich wurde er beauftragt zu prüfen, ob ein Eröffnungsgrund vorliegt, ob die Verfahrenskosten gedeckt sind und welche Aussichten für eine Fortführung des Unternehmens bestehen.

Für Geschäftspartner, Gläubiger und Beschäftigte bedeutet der Beschluss zunächst eine Phase der Unsicherheit. Noch ist nicht entschieden, ob das Insolvenzverfahren tatsächlich eröffnet wird. Klar ist aber: Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist so angespannt, dass das Insolvenzgericht Sicherungsmaßnahmen für erforderlich hält.

Die Confido Jobservice GmbH & Co. KG wird laut Registerangaben von der persönlich haftenden Gesellschafterin Klösch Verwaltungs GmbH vertreten. Als Geschäftsführer ist Matthias Klösch genannt. Die Gesellschaft wird im Verfahren anwaltlich von Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft mbB vertreten.

Ob es zu einer Sanierung, Fortführung oder späteren Verfahrenseröffnung kommt, hängt nun maßgeblich von den Feststellungen des vorläufigen Insolvenzverwalters ab.

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