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BVB und Süle

hpgruesen (CC0), Pixabay
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Als BVB-Fan macht mich der Abschied von Niklas Süle ehrlich traurig. Klar, sportlich lief nicht immer alles perfekt. Es gab Verletzungen, Kritik, Diskussionen um Fitness und Form. Aber was viele vergessen: Der Typ hat sich nie versteckt. Und genau solche Spieler braucht Borussia Dortmund eigentlich.

Diese Szene gegen PSG wird für immer bleiben. Mbappé steht praktisch schon jubelnd da – und dann kommt Süle mit dieser irren Rettungsaktion auf der Linie. Das war kein Schönspiel-Fußball, das war pure Leidenschaft, Wille und Kampf. Genau dafür lieben wir diesen Verein.

Wenn man jetzt hört, dass er nach der Knieverletzung in Hoffenheim zehn Minuten unter der Dusche geweint hat, merkt man erst, wie sehr ihn das alles belastet hat. Zwei Kreuzbandrisse vorher, ständig Rückschläge, immer wieder zurückkommen – irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der Körper und vielleicht auch der Kopf sagen: Es reicht.

Und ehrlich gesagt verdient dieser Schritt Respekt. Viele hätten noch irgendwo einen Vertrag mitgenommen, noch ein paar Jahre kassiert oder sich ins Ausland verabschiedet. Süle sagt mit 30: Meine Familie, meine Gesundheit und mein Leben nach dem Fußball sind wichtiger. Dafür braucht es Mut.

Man hat ihm in Dortmund oft nicht genug zugestanden, wie wichtig er in bestimmten Phasen war. Gerade in der Fast-Meister-Saison hat man gesehen, wie sehr ihn diese Stadt und dieser Verein gepackt haben. Dieses Gefühl vor dem Mainz-Spiel beschreibt eigentlich genau das, was Borussia Dortmund ausmacht: Emotion, Wahnsinn, Hoffnung und Herzschmerz gleichzeitig.

Dass er sagt, Dortmund sei offen, herzlich und ehrlich gewesen, passt einfach. Und man hatte trotz aller Diskussionen immer das Gefühl, dass er sich mit dem Verein identifiziert hat.

Am Ende bleibt vielleicht kein perfektes Fußballmärchen. Aber Niklas Süle geht als jemand, der alles erlebt hat: Höhen, Tiefen, Verletzungen, Druck und große Momente. Und genau deshalb wird man ihn beim BVB nicht vergessen.

Danke für den Mbappé-Save, danke für deinen Einsatz und alles Gute für dein Leben nach dem Fußball, Niki. Borussia vergisst solche Momente nicht.

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