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Brooklyn: Sieben Monate altes Baby bei Schüssen auf offener Straße getötet

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Mitten am Tag, mitten in Brooklyn, mitten im Leben: In New York ist ein sieben Monate altes Mädchen bei einer Schießerei auf offener Straße getötet worden. Nach Angaben der Polizei wurde das Kind offenbar zufällig getroffen – mutmaßlich bei einem bandenbezogenen Angriff, der eigentlich einem anderen Ziel galt.

Die Tat ereignete sich am Mittwoch im Stadtteil Williamsburg. Nach Darstellung der New Yorker Polizei fuhren zwei Männer auf einem Motorroller entgegen der Fahrtrichtung durch eine Straße. Auf Überwachungsvideos ist zu sehen, wie der Beifahrer plötzlich eine Waffe zieht und mindestens zwei Schüsse abgibt.

An einer Straßenecke befanden sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Erwachsene und Kinder, darunter zwei Babys in Kinderwagen. Das sieben Monate alte Mädchen wurde getroffen.

Die Eltern des Kindes versuchten sich in einen nahegelegenen Laden zu retten. Erst dort bemerkten sie, dass ihre Tochter angeschossen worden war. Augenzeugen schildern Szenen der Panik. Die Mutter habe geschrien, als sie das Blut am Kopf ihres Babys sah.

Das Kind wurde in das nahegelegene Woodhull Hospital gebracht, wo es kurz darauf für tot erklärt wurde.

Ein Leben, das kaum begonnen hatte, wurde in einem Augenblick ausgelöscht“, sagte New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani. Der Fall sei eine „verheerende Erinnerung“ daran, wie viel noch im Kampf gegen Waffengewalt in der Stadt zu tun sei.

Auch Polizeichefin Jessica Tisch zeigte sich erschüttert. „Als Mutter kann ich mir den Schmerz dieser Familie nicht vorstellen. Es ist unaussprechlich.

Kurz nach den Schüssen verlor der Motorroller offenbar die Kontrolle und prallte gegen ein Auto. Beide Verdächtigen wurden dabei vom Fahrzeug geschleudert. Der mutmaßliche Schütze sei so hart aufgeschlagen, dass er „beide Schuhe verlor“, sagte Tisch. Ein Rettungswagen brachte ihn verletzt in ein Krankenhaus in Brooklyn, wo er anschließend in Polizeigewahrsam kam.

Nach Angaben der Ermittler passt der Mann anhand von Kleidung und Aussehen auf die Beschreibung des Schützen. Allerdings wurde er zunächst im Rahmen eines anderen Verfahrens festgenommen. Eine formelle Anklage in dem Tötungsdelikt gibt es bislang nicht.

Nach dem Fahrer des Rollers wird weiter mit Hochdruck gefahndet. Die Polizei spricht von einer „massiven“ Suchaktion.

Der Fall erschüttert New York auch deshalb, weil er die brutale Logik gezielter Straßenangriffe offenlegt: Ein Schütze feuert in eine belebte Straße – und trifft am Ende nicht den mutmaßlichen Gegner, sondern ein Baby im Kinderwagen.

Es ist eine Tat, die selbst in einer Stadt, die an Gewaltmeldungen gewöhnt ist, sprachlos macht.

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