Tradition ist im Fußball etwas Großartiges.
Große Namen. Große Nächte. Große Emotionen.
Und dann gibt es Borussia Mönchengladbach – den vermutlich einzigen Traditionsverein Deutschlands, der es geschafft hat, aus seiner Vergangenheit ein Daueralibi für die Gegenwart zu machen.
Denn mal ehrlich:
BMG lebt seit Jahren nicht von sportlicher Substanz, sondern von alten VHS-Kassetten und dem verzweifelten Satz: „Früher waren wir mal gut.“
Gladbach – das Museum mit Rasenheizung
Was ist Borussia Mönchengladbach heute eigentlich noch?
- Ein ambitionierter Bundesligist?
Eher selten. - Ein ernstzunehmender Europapokal-Kandidat?
Nur im Vereinsprospekt. - Ein stabil geführter Traditionsklub?
Bitte nicht lachen.
Gladbach ist inzwischen kein Fußballverein mehr,
Gladbach ist ein Freilichtmuseum des sportlichen Mittelmaßes mit angeschlossener Selbstüberschätzung.
Außen steht „Tradition“.
Innen läuft „Panik mit Ballverlust“.
Die Vollpfosten von BMG – jede Woche eine neue Form der Selbstzerlegung
Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Konsequenz dieser Klub jede noch so kleine Aufbruchsstimmung binnen 90 Minuten in einen Haufen taktischen Sondermüll verwandelt.
Ein gutes Spiel?
Keine Sorge, danach folgt garantiert der kollektive Gehirnausfall.
Eine Führung?
Bei Gladbach ist das keine Sicherheit, sondern nur die Einleitung zur späteren Demütigung.
Ein neuer Trainer?
Wird erst gefeiert, dann verheizt, dann als „Teil eines langfristigen Prozesses“ bezeichnet, bevor man ihn in die nächste Krise schiebt.
Ein Talent?
Entweder verkauft, verletzt oder in einem System verheizt, das aussieht, als hätte es jemand auf einer Bierdeckel-Rückseite geplant.
Spielidee? Ja. Nur leider keine gute.
Man schaut Gladbach zu und fragt sich regelmäßig:
Was genau ist eigentlich der Plan?
- Hinten verteidigen wie ein aufgeschreckter Hühnerstall
- Im Mittelfeld Räume zulassen wie bei einem Tag der offenen Tür
- Vorne abschließen, als würde jeder Ball mit Absicht Richtung Oberrang gezimmert
Das ist keine Taktik.
Das ist betreutes Chaos mit Bundesliga-Lizenz.
Und nach dem Spiel hört man dann wieder diese herrlichen Standardsätze:
- „Wir müssen die Basics auf den Platz bringen.“
- „Wir hatten gute Phasen.“
- „Wir müssen uns belohnen.“
Nein.
Ihr müsstet euch erstmal schämen.
Vom Angstgegner zum Aufbaugegner
Früher war Gladbach ein Verein, bei dem Gegner wussten:
Das wird eklig. Das wird intensiv. Das wird schwer.
Heute denken viele Gegner wahrscheinlich schon auf der Busfahrt:
„Jungs, locker bleiben. Wenn wir geduldig warten, machen die sich gleich selbst kaputt.“
Und meistens passiert exakt das.
Gladbach ist mittlerweile für viele nicht mehr der Angstgegner, sondern der Aufbaugegner mit Traditionsbonus.
Wenn irgendwo eine Mannschaft Formkrise, Ladehemmung oder kollektive Depression hat –
einfach gegen Gladbach spielen. Danach sieht die Welt gleich wieder besser aus.
Der Klub der ewigen Ausreden
Was diesen Verein besonders macht, ist nicht nur das sportliche Elend.
Es ist die nahezu religiöse Fähigkeit, für jeden Murks eine Erklärung zu finden.
- Verletzungspech
- Umbruch
- fehlende Konstanz
- schwierige Transferphase
- junges Team
- zu hohe Erwartungen
- Pech im Abschluss
- Schiedsrichter
- Mondphase
- Rückläufiger Merkur
Irgendwann muss man halt auch mal sagen:
Vielleicht liegt’s einfach daran, dass ihr seit Jahren Entscheidungen trefft wie Leute, die im Supermarkt hungrig einkaufen.
Fans? Eher Überlebende.
Die Gladbach-Fans tun mir fast leid.
Fast.
Die stehen da Woche für Woche, hoffen auf Fußball –
und bekommen stattdessen eine Mischung aus Nervenzusammenbruch, Rückpass-Festival und kollektivem Realitätsverlust serviert.
Das sind keine Fans mehr, das sind Langzeitgeschädigte mit Dauerkarte.
Jedes Wochenende dieselbe Dramaturgie:
- „Heute könnte was gehen.“
- „So schlecht sind wir doch gar nicht.“
- „Warum verteidigt da wieder niemand?“
- „Ach du Scheiße.“
- „Nächste Woche wird’s besser.“
Spoiler:
Wird’s nicht.
Tradition ist kein Freifahrtschein für Inkompetenz
Und genau da liegt das Problem:
Bei Gladbach wird „Tradition“ inzwischen oft behandelt wie eine Art Schutzschild gegen Kritik.
Nach dem Motto:
„Wir sind Borussia. Wir haben Geschichte. Wir haben Größe.“
Ja, stimmt.
Aber Geschichte schießt keine Tore.
Größe gewinnt keine Zweikämpfe.
Und Tradition ersetzt weder Konzept, noch Kaderplanung, noch Eier auf dem Platz.
Ein Traditionsverein, der sportlich seit Jahren von einer Krise in die nächste stolpert, ist nicht automatisch ehrwürdig.
Manchmal ist er einfach nur:
ein schlecht verwalteter Mythos mit Fans, die mehr verdienen als diese Dauerverarsche.
Fazit: Gladbach ist kein schlafender Riese – Gladbach ist ein snoozender Totalschaden
Borussia Mönchengladbach ist aktuell kein schlafender Riese.
Ein schlafender Riese wacht irgendwann auf.
Gladbach drückt seit Jahren nur auf Snooze, dreht sich um und kassiert das nächste Gegentor in der 89. Minute.
Das ist kein Aufbruch.
Das ist kein Konzept.
Das ist kein moderner Fußball.
Das ist:
Traditionsromantik auf dem Papier und planloses Gewürge auf dem Platz.
Oder noch klarer:
BMG ist aktuell kein Traditionsverein – BMG ist ein Mahnmal dafür, dass man auch mit großem Namen grandios gegen die Wand fahren kann.
Schau und genau das unterscheidet uns….wenn ich lese ich war auch mal Gladbach Fan…..Nein das warst du nie. Du hast das Gefühl für einen Verein zu stehen nie gehabt. Aber in einem Punkt muss ihr dir Recht geben. Wir wurden die letzten Jahre von Amateuren geführt. Aber trotzdem steht man zu seinem Verein
Anmerkung der Redaktion:
Genau das ist falsch, man steht eben nicht zu dem Verein wie er gerade ist, man steht zur Tradition des Vereins, versucht aber etwas zu verändern. Kritik in der Sache die fundiert ist, ist ein Weg. Man muss als Fan der Tradition nicht nur bei einem Tor aufstehen, sondern auch damit sich im Verein etwas verändert
Na, aus was für ein Leipziger Loch bist du den gekrochen? Bleib da mal schön drinnen. Da kann man schön die Fresse aufmachen wenn man die Kohle in den Arsch gepumpt bekommt. Aber das geile ist halt das nicht nur BMG sonder auch alle anderen großen Traditionsvereine einen Scheißdreck drauf geben ob ihr etwas gewinnt, wer bei euch spielt….. Das werdet ihr nie ändern können😂. Das ist die einzige Wahrheit.
Anmerkung der Redaktion:
Dass man von vielen BMG-Fans in Sachen Niveau nicht allzu viel erwarten darf – geschenkt.
Aber dass erstaunlich viele von ihnen offenbar bis heute nicht verstanden haben, wie sich RB Leipzig finanziert, ist mit Verlaub schon bemerkenswert dämlich.
Denn nein, liebe Freunde der gepflegten Borussia-Romantik:
RB finanziert sich eben nicht nur über Brause und Konzernlogo, sondern vor allem durch massive Transferüberschüsse. Vielleicht sollte man dazu einfach mal eine vernünftige Recherche betreiben – sofern die intellektuellen Reserven dafür noch ausreichen.
RB schafft es Jahr für Jahr, relativ unbekannte Spieler zu holen, diese sportlich deutlich besser zu machen und ihren Marktwert massiv zu steigern.
Und bei BMG?
Hand aufs Herz: Wie läuft’s denn da?
Die Nachwuchsarbeit ist seit Jahren bestenfalls durchschnittlich, das Scouting häufig erschreckend schwach und die sportliche Entwicklung wirkt eher wie ein Zufallsexperiment mit Vereinswappen.
Da ist mir ein sogenannter „Brauseverein“, dem man wenigstens gern beim Fußball zuschaut, deutlich lieber als ein Traditionsverein, der sportlich seit Jahren nur noch eine Wundertüte ist.
Nur mit einem kleinen Problem:
Bei BMG bleiben die Wunder leider seit Jahren aus.
Ja, ich war auch einmal Gladbach-Fan – zu Zeiten von Hennes Weisweiler und Jupp Heynckes. Ja, so alt bin ich tatsächlich.
Aber was die Geschäftsführung von Borussia Mönchengladbach in den letzten zehn Jahren abgeliefert hat, ist nicht mehr bundesligatauglich.
Das ist schlechter als Kreisklassenmanagement – nur mit besserem Catering.
tut richtig weh..ist aber leider zu 100% richtig