Binäre Optionen und CFD’s

Die FMA stellte fest, dass vermehrt spekulative Produkte, darunter Differenzkontrakte (CFDs) sowie binäre Optionen, durch agressive Praktiken im Massenmarkt und über Online-Plattformen beworben und ohne Anlageberatung an Privatanleger verkauft werden. Teilweise werden diese Produkte durch unregulierte Anbieter vertrieben. Die Anleger sind sich der Risiken oft nicht bewusst und können teilweise erhebliche Verluste erleiden.

Binäre Optionen (digitale Optionen) sind Finanzderivate, die von Optionen abgeleitet sind. Bei binären Optionen können nur zwei Szenarien eintreten. Tritt ein zuvor definiertes Ereignis ein, erhält der Käufer einen festgelegten Betrag, andernfalls verfällt die Option wertlos. Als Basiswerte kommen – wie bei klassischen Optionsscheinen auch – Indizes, Aktien, Währungspaare oder auch Rohstoffe in Frage. Anleger können auf fallende oder steigende Kurse spekulieren.

Ein CFD (Differenzkontrakt) ist eine Form eines Total Return Swaps. Hierbei vereinbaren zwei Parteien den Austausch von Wertentwicklung und Erträgen eines Basiswertes. Diese reflektierten die gehebelte Kursentwicklung des zu Grunde liegenden Basiswertes. CFDs sind hochspekulative Instrumente, bei denen das Risiko des Totalverlusts des ursprünglich eingesetzten Kapitals sowie von Nachschusspflichten besteht. Wir verweisen auch auf diegemeinsame Warnmeldungder Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) vom 28. Februar 2013 über CFDs.

Die zunehmende Verbreitung dieser Produkte gibt Anlass zu Besorgnis hinsichtlich Anlegerschutz. Die Produkte sind risikoreich, komplex und spekulativ. Sie sind nicht standardisiert und die Produkteigenschaften können sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Die FMA hat festgestellt, dass die Werbung über solche Produkte die Gewinnerzielung in den Vordergrund stellt, ohne ausreichend auf das Risiko des Totalverlustes hinzuweisen. Gewisse Werbebotschaften sind geeignet zu suggerieren, dass geringe oder keine Risiken involviert sind. Dies ist nicht richtig.

Die FMA rät dringend davon ab, Investitionen in diese Produkte ohne Beratung und Risikoaufklärung zu tätigen und weist explizit auf das erhebliche Verlustrisiko dieser spekulativen Anlagen hin.

 

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