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BEMK Netzwerktag in Hannover

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Ein Teil der Veranstaltung war die Anwesenheit des Berliner Rechtsanwaltes Dr. Thomas Schulte. Für Dr. Schulte war das sicherlich ein Termin in der Höhle des Löwen, denn es waren alles ehemalige BWF-Vermittler, die Dr. Thomas Schulte dort in dieser Diskussionsrunde begrüßen durfte. Es war wohl einer der spannendsten Termine an diesem Tag. Dr. Schulte machte zunächst erst mal deutlich, dass sich seine Antworten auf Fragen der ehemaligen BWF-Vermittler in einem ganz engen Rahmen bewegen, dies auf Grund seiner standesrechtlichen Verpflichtungen seinen ehemaligen Mandanten gegenüber. Das respektierten die Vermittler natürlich. Trotzdem es gab viele Antworten auf Gerüchte und Fragen die die Vermittler an Dr. Schulte hatten. Anerkennend muss man feststellen, dass Dr. Schulte keiner Frage ausgewichen ist, den Vermittlern Rede und Antwort stand. Im Ergebnis jedoch muss man sagen, dass der Vorgang BWF insgesamt nicht aufgeklärt werden konnte. Daran arbeitet derzeit die Berliner Staatsanwaltschaft natürlich sehr intensiv, so Dr. Schulte, der anmerkte, dass er die Staatsanwaltschaft natürlich so gut und mit seinem Wissen des Vorgangs bei der Aufklärung unterstütze. Besonders aufmerksam verfolgt von den BEF-Vermittlern wurde die Aussage, „dass die Bafin bereits im Jahre 2011 von Dr. Schulte über das Geschäftsmodell der BWF informiert wurde“ und auch besonders interessant war die Aussage, dass die Verträge der BWF Stiftung zum Thema „GOLD- Anlage“ nicht aus der Kanzlei von Dr. Schulte stammen. Natürlich haben wir hier anwaltschaftliche Dienstleistungen erbracht, die bewegten sich aber nicht in diesem Bereich so Dr. Schulte. Dr. Schulte betonte auch nochmals, dass er zu jedem Zeitpunkt i m m e r  von der Seriosität des Geschäftsmodells und der handelnden Personen überzeugt war. Er selber, und das wissen wir in der Redaktion gehörte sicherlich selber zu den am stärksten überraschten Personen in diesem Vorgang. Wir selber wissen auch seit geraumer Zeit, daß Dr. Thomas Schulte auf eigene Initiative hier viel Zeit und Arbeit investiert um in den gesamten Vorgang mehr Licht zu bringen. Der Auftritt in der Höhle des Löwen war für Dr. Schulte sicherlich nicht einfach aber es war ein sehr guter Auftritt von Dr. Schulte der überzeugt hat wie man aus der Runde der Vermittler so gehört hat.

Thema war natürlich auch das KPMG Gutachten. Hier entbrannte eine heiße Diskussion allerdings eine Diskussion die letztlich auch keine Klärung brachte, sondern wiederum nur die Suche nach Erklärungen war. Welches Gold und von wem die KPMG geprüft hat, weiß natürlich keiner der Teilnehmer und natürlich darf man den Aspekt nicht vergessen, dass die KPMG durchaus echtes Gold vorgefunden haben könnte und dies auch in ausreichender Menge um das Geschäftsmodel der BWF Stiftung als plausibel zu testieren. Was theoretisch gesehen danach mit dem Gold passiert ist, wenn etwas damit passiert ist, dass dürften dann nur die Personen wissen, die dann für das Gold verantwortlich waren und einen Zugang zu den Goldbeständen hatten. Interessant in diesem Zusammenhang war die Feststellung, dass Gerald S. einer der Beschuldigten, wohl einen eigenen Schlüssel für die Tresorräume gehabt haben soll, welcher ihm den ungehinderten und möglicherweise auch unkontrollierten Zugang zu den Tresorräumen ermöglichte. Eine weitere Tatsache scheint zu sein, das insgesamt nur für 10 Millionen Euro Gold von der TMS gekauft wurde, natürlich eine erhebliche Differenz zu den kolportierten Zahlend er Anlegergelder in Höhe von 50 Millionen Euro. Nachweisen kann man wohl auch diverse Geldflüsse an Unternehmen im Umfeld des Unternehmenskonstruktes der BWF Stiftung – dies gilt es aufzuklären. Auch der Wert der Immobilie scheint festzustehen. Hier gibt es den Wertansatz von 2 Millionen Euro, davon stehen aber noch 1 Million Euro Restzahlung offen.

Insgesamt, so die Erkenntnis von unserer Seite, war es ein interessante Diskussion zum Thema „BWF/BDT“, aber Lösungen hat sie nicht gebracht, wiederum nur den Versuch von Erklärungen. Wie schon in der Vergangenheit angemerkt, wird man hier auf die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft in Berlin warten müssen. Bis dahin wird es noch viele Spekulationen rund um das Thema BWF/BDT“ geben.

1 KOMMENTAR

  1. Kurz aus meiner Sicht ein paar Ergänzungen:

    1. Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner – selbstverständlich – Hilfe angeboten. Die Sachaufklärung und die Entscheidung darüber obliegen allerdings den Behörden.
    2. Zur Zeit ist nicht klar, ob die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung das Schreiben vom Sommer 2011 erhalten hat. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung hat unser Akteneinsicht-Gesuch abgelehnt.
    3. Das Konstrukt (Stiftung und Vertrag) stammt nicht aus unserem Hause. Wir haben nur die Allgemeinen Bedingungen des Vertrages überarbeitet.
    4. Wer Zugriff (Schlüsselgewalt) auf die Edelmetalle hatte ist den Rechtsanwälten Dr. Schulte nicht bekannt.
    5. Ob die im Bericht genannten Wertansätze stimmen, kann nicht beurteilt werden.

    Berlin, 16.08.2015

    Dr. Thomas Schulte
    Rechtsanwalt
    für die
    Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB
    Malteserstrasse 170 / 172, 12277 Berlin
    Telefon: 030 715 206 70
    Telefax: 030 715 206 78

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