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Bei Mbappé und Real liegen die Nerven blank – und die Fans haben genug

jorono (CC0), Pixabay
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Real Madrid gewinnt 2:0 gegen Oviedo – und trotzdem spricht nach dem Spiel wieder niemand über Fußball. Stattdessen dreht sich alles um Kylian Mbappé, beleidigte Aussagen, Buhrufe im Bernabéu und die nächste Unruhe rund um einen Spieler, der bislang mehr Schlagzeilen als echte Führungsqualitäten geliefert hat.

Ja, Mbappé bereitete das 2:0 von Jude Bellingham vor. Ja, er ist ein außergewöhnlicher Fußballer. Aber genau das macht die Situation so frustrierend: Bei Real Madrid zählt nicht nur Talent. Hier zählen Einsatz, Haltung und Respekt gegenüber Mannschaft und Verein. Und genau daran zweifeln mittlerweile viele Madridistas.

Nach dem Spiel erklärte Mbappé öffentlich, Trainer Alvaro Arbeloa habe ihm gesagt, er sei nur der „vierte Stürmer“ hinter Mastantuono, Vinicius und Gonzalo Garcia. Eine Aussage, die Arbeloa sofort dementierte. Wieder also Drama. Wieder öffentliche Diskussionen. Wieder ein Spieler, der seinen Frust lieber vor Mikrofonen als intern verarbeitet.

Und ehrlich: Die Fans haben jedes Recht, genervt zu sein.

Während Vinicius trotz Kritik immer kämpft, Bellingham Verantwortung übernimmt und junge Spieler wie Gonzalo jede Minute nutzen, wirkt Mbappé oft wie jemand, der erwartet, dass sich alles automatisch um ihn dreht. Real Madrid ist aber kein Marketingprojekt und keine persönliche Bühne. Dieser Verein hat Legenden gesehen, die mehr gewonnen und trotzdem weniger geredet haben.

Besonders schlecht kommt bei vielen Fans die Geschichte rund um seinen Italien-Trip mit Schauspielerin Ester Exposito an – mitten in der Phase seiner Verletzung. Ob das medizinisch problematisch war oder nicht, spielt fast schon keine Rolle mehr. Bei Real geht es auch um Außendarstellung. Cristiano Ronaldo wurde jahrelang kritisiert, obwohl er wie besessen trainierte. Von einem Spieler mit Mbappés Status erwartet man dieselbe Professionalität.

Dass Mbappé betont, er sei „zu 100 Prozent fit“ gewesen, macht die Sache eher schlimmer. Denn wenn das stimmt, warum wirkte er in den letzten Wochen körperlich und mental so weit weg von seiner Bestform?

Die Wahrheit ist: Viele Madridistas wollten Mbappé jahrelang unbedingt verpflichten. Heute merken viele, dass ein großer Name allein keine funktionierende Mannschaft garantiert. Real Madrid war immer dann am stärksten, wenn das Team größer war als jedes Ego. Genau dieses Gefühl geht aktuell verloren.

Arbeloa steht jetzt vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss eine Kabine beruhigen, in der es zuletzt sogar zu körperlichen Auseinandersetzungen kam. Gleichzeitig muss er zeigen, dass bei Real Leistung wichtiger ist als Status.

Und vielleicht wäre genau das die richtige Botschaft an Mbappé: Niemand ist größer als dieses Wappen. Nicht einmal der Spieler, auf den die ganze Fußballwelt seit Jahren wartet.

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