Die Finanzaufsicht Bafin hat eine Warnung gegen die Website lukas-falke(.)de veröffentlicht. Nach Erkenntnissen der Behörde werden dort offenbar ohne die erforderliche Erlaubnis Tages- und Festgeldanlagen angeboten.
Betroffen sind zudem E-Mails von:
lukas@lukas-falke(.)de
sowie weitere ähnliche E-Mail-Adressen.
Für Anleger ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal.
Angebliche Verbindung zu Finanzunternehmen offenbar falsch
Besonders brisant:
Die Betreiber behaupten laut Bafin im Impressum, als vertraglich gebundener Vermittler der BN & Partners Capital AG tätig zu sein.
Nach Angaben der Finanzaufsicht trifft dies jedoch nicht zu.
Damit steht erneut der Verdacht im Raum, dass mit fremden Unternehmensnamen oder bekannten Marktteilnehmern gearbeitet wird, um Seriosität vorzutäuschen und Vertrauen bei Anlegern aufzubauen.
Gerade im Bereich Festgeld- und Tagesgeldbetrug ist dieses Vorgehen inzwischen ein bekanntes Muster.
Festgeldangebote werden zunehmend missbraucht
Seit steigende Zinsen viele Anleger wieder auf Festgeldangebote aufmerksam gemacht haben, nutzen auch dubiose Anbieter diesen Trend gezielt aus.
Oft werben solche Plattformen mit:
- besonders attraktiven Zinssätzen,
- angeblicher Sicherheit,
- professionell gestalteten Webseiten,
- oder vermeintlichen Kooperationen mit bekannten Finanzunternehmen.
Tatsächlich fehlt jedoch häufig jede Zulassung oder Kontrolle durch die Finanzaufsicht.
Keine Bafin-Erlaubnis
Wer in Deutschland Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen anbieten möchte, benötigt dafür grundsätzlich eine Erlaubnis der Bafin.
Liegt diese nicht vor, besteht für Anleger ein erhebliches Risiko.
Denn ohne Regulierung fehlen oft:
- wirksame Kontrollen,
- nachvollziehbare Unternehmensstrukturen,
- Einlagensicherungssysteme,
- und effektive Möglichkeiten zur Durchsetzung von Ansprüchen.
Im schlimmsten Fall droht Anlegern der vollständige Verlust ihres eingesetzten Kapitals.
Typische Warnsignale für Anleger
Anleger sollten besonders vorsichtig sein bei:
- unrealistisch hohen Zinsen,
- Zeitdruck bei Vertragsabschlüssen,
- unbekannten Internetplattformen,
- unklaren Impressumsangaben,
- angeblichen Kooperationen mit bekannten Finanzunternehmen,
- oder wenn Gelder auf ausländische Konten überwiesen werden sollen.
Auch professionell wirkende Webseiten sind heute kein Beweis für Seriosität.
Bafin, BKA und Landeskriminalämter warnen
Die Bafin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter warnen seit Jahren vor Finanzbetrug im Internet.
Anleger sollten deshalb immer:
- die Bafin-Unternehmensdatenbank prüfen,
- keine vorschnellen Überweisungen tätigen,
- Angebote kritisch hinterfragen,
- und bei Unsicherheiten unabhängigen Rat einholen.
Fazit
Die Warnung der Bafin zu lukas-falke(.)de zeigt erneut, wie professionell mutmaßlich unseriöse Anbieter inzwischen auftreten.
Besonders problematisch wird es, wenn dabei mit angeblichen Verbindungen zu regulierten Finanzunternehmen gearbeitet wird.
Anleger sollten deshalb äußerst vorsichtig sein und bedenken:
Bei nicht regulierten oder unerlaubten Finanzangeboten kann ein Totalverlust des investierten Geldes drohen.
Kommentar hinterlassen