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Australiens Social-Media-Verbot? Teenager lachen sich ins WLAN

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Australien wollte Kindern und Jugendlichen den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten. Das Ergebnis: Die Teenager haben das Gesetz offenbar schneller ausgetrickst, als die Behörden „Alterskontrolle“ sagen konnten.

Geburtsdatum? Einfach kreativ sein

Seit Ende 2025 dürfen unter 16-Jährige in Australien eigentlich keine Konten mehr bei sozialen Netzwerken anlegen. Plattformen drohen hohe Strafen, wenn sie Minderjährige durchrutschen lassen.

Die Praxis sieht allerdings anders aus. Viele Jugendliche machen einfach das, was das Internet seit Jahrzehnten kennt: Sie schenken sich bei der Anmeldung ein paar Jahre Lebenserfahrung und tragen ein älteres Geburtsdatum ein.

KI gegen Teenager? Viel Spaß!

Einige Plattformen setzen inzwischen auf Gesichtserkennung und KI. Klingt nach Hightech – hält Jugendliche aber offenbar kaum auf.

Mit Make-up, falschen Bärten oder anderen Verkleidungen sollen sie die Software austricksen. Ein australischer Schüler zeigte dem Fernsehsender ABC sogar, dass ein Foto von Michael Jackson die Altersprüfung bestand. Andere griffen kurzerhand zu Bildern ihrer Eltern oder älteren Geschwister.

Das Verbot? Interessiert die meisten kaum

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut einer Studie der University of Newcastle nutzen mehr als 80 Prozent der unter 16-Jährigen trotz des Verbots weiterhin soziale Netzwerke. Einen spürbaren Rückgang konnten die Forscher bislang nicht feststellen.

Das eigentliche Problem

Australien zeigt vor allem eines: Im Internet zuverlässig das Alter zu kontrollieren, ist deutlich schwieriger, als es auf dem Papier klingt.

Je ausgefeilter die Kontrollen werden, desto kreativer werden offenbar die Jugendlichen. Die Technik entwickelt sich weiter – und der Einfallsreichtum der Teenager gleich mit.

Fazit

Das australische Experiment liefert eine Erkenntnis, die Eltern vermutlich schon seit Generationen kennen: Wenn man Jugendlichen etwas verbietet, werden sie erstaunlich erfinderisch.

Oder anders gesagt: Gegen einen 15-Jährigen mit WLAN, KI, einem falschen Geburtsdatum und dem Foto von Michael Jackson hat selbst das strengste Gesetz manchmal schlechte Karten.

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