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Apple, Intel und Trump: Amerika baut Chips, Kunden zahlen die Rechnung

blickpixel (CC0), Pixabay
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Donald Trump feiert den nächsten Erfolg seiner Industriepolitik, Intel jubelt an der Börse und Apple-Kunden dürfen sich schon einmal auf höhere Preise einstellen. Willkommen in der neuen Welt der amerikanischen Chip-Strategie.

US-Präsident Donald Trump verkündete, Intel und Apple hätten eine Vereinbarung getroffen, künftig einen Teil der für Apple benötigten Chips in den Vereinigten Staaten zu produzieren. Für Trump ist das ein weiterer Baustein seiner Vision, die USA wieder zum Zentrum der globalen Halbleiterindustrie zu machen.

„Wir müssen unsere Chips in Amerika entwickeln und bauen“, erklärte der Präsident und präsentierte die Vereinbarung als Beweis dafür, dass seine Wirtschaftspolitik wirkt.

An der Börse sorgte die Nachricht für Begeisterung. Die Intel-Aktie schoss zeitweise um mehr als neun Prozent nach oben. Verständlich, schließlich galt der einstige Branchenprimus noch vor wenigen Jahren als Sorgenkind der Technologiebranche.

Apple schlägt Alarm

Während Trump die Rückkehr der Chip-Produktion feiert, klingt Apple-Chef Tim Cook deutlich weniger euphorisch.

Cook machte in einem Interview klar, dass Preiserhöhungen bei Apple-Produkten kaum noch zu vermeiden seien. Grund seien die massiv gestiegenen Kosten für Speicher- und KI-Chips.

Apple habe lange versucht, die Belastungen nicht an die Kunden weiterzugeben. Doch die Situation sei mittlerweile kaum noch tragbar.

Übersetzt heißt das für Verbraucher: Das nächste iPhone wird vermutlich nicht günstiger.

Die große Chip-Rückkehr

Die USA investieren seit Jahren Milliardenbeträge, um weniger abhängig von asiatischen Produzenten zu werden. Besonders Taiwan spielt bislang eine Schlüsselrolle für Apple, da dort die meisten Hochleistungschips gefertigt werden.

Washington betrachtet diese Abhängigkeit zunehmend als Sicherheitsrisiko. Deshalb fließen enorme Summen in neue Fabriken und Forschungszentren.

Intel gehört zu den größten Profiteuren dieser Entwicklung. Bereits im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung Milliarden investiert und sich sogar eine Beteiligung am Unternehmen gesichert.

Trump fragt inzwischen halb scherzhaft, ob die Regierung damals vielleicht zu billig eingestiegen sei. Aus einem Unternehmen mit rund 100 Milliarden Dollar Börsenwert sei inzwischen ein Konzern mit mehr als 600 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung geworden.

Der Kunde zahlt am Ende

Die entscheidende Frage lautet jedoch: Wer finanziert die neue Chip-Offensive letztlich?

Die Antwort könnte lauten: die Verbraucher.

Neue Fabriken in den USA sind deutlich teurer als Produktionsstandorte in Asien. Gleichzeitig treibt der weltweite KI-Boom die Nachfrage nach Hochleistungschips in ungeahnte Höhen.

Für Apple bedeutet das höhere Produktionskosten. Für die Kunden bedeutet das vermutlich höhere Preise.

Trump bekommt mehr industrielle Unabhängigkeit, Intel bekommt neue Aufträge, Apple bekommt eine zusätzliche Lieferquelle – und der Käufer bekommt ein teureres iPhone.

So sieht der amerikanische Chip-Traum im Jahr 2026 aus.

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