„Oh, think twice, ‚cause it’s another day for you and me in paradise“ sang Phil Collins einst in einem seiner größten Welthits. Ob Sohn Mathew Collins bei 1860 München tatsächlich im Paradies landet, ist derzeit allerdings ungefähr so sicher wie die Löwen-Lizenz für die kommende Saison.
Während die Münchner weiterhin verzweifelt nach rund 2,7 Millionen Euro suchen und zwischen 3. Liga, Regionalliga und finanzieller Schockstarre pendeln, wird bereits am Kader für die Zukunft gearbeitet. Ganz nach dem Motto: Wenn schon nicht klar ist, in welcher Liga gespielt wird, dann wenigstens, wer dort auflaufen könnte.
Nun soll Mathew Collins vorspielen. Ja, genau: der Sohn von Weltstar Phil Collins. Der Vater füllte Stadien, verkaufte Millionen Platten und schrieb Musikgeschichte. Der Sohn versucht nun, bei einem Traditionsverein unterzukommen, der aktuell vor allem Schlagzeilen über Lizenzunterlagen produziert.
Für die Löwen wäre die Verpflichtung zumindest marketingtechnisch ein Volltreffer. Falls es sportlich nicht reicht, könnte man in der Halbzeitpause immerhin „In The Air Tonight“ spielen und hoffen, dass dabei zufällig ein Investor mitsingt.
Collins junior bringt Stationen in Hannover, Tirol und Salzburg mit. Dort bescheinigte man ihm Bodenständigkeit und gute Umgangsformen. Eigenschaften, die bei 1860 derzeit vermutlich genauso wichtig sind wie ein sauberer erster Kontakt.
Vielleicht bringt der berühmte Nachname ja tatsächlich etwas Glanz an die Grünwalder Straße. Vielleicht schaut Papa Phil sogar mal vorbei. Und vielleicht lösen sich bis dahin auch die Lizenzprobleme.
Bei 1860 München weiß man allerdings inzwischen: Gegen einen drohenden Absturz hilft manchmal selbst der beste Soundtrack nicht.
Oder um es mit Phil Collins zu sagen: „I can feel it coming in the air tonight“ – die Frage ist nur, ob damit die neue Saison oder die nächste Hiobsbotschaft gemeint ist.
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