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Angriff beim Korrespondentendinner: Verdächtiger wollte offenbar Trump-Vertraute treffen

MIH83 (CC0), Pixabay
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Nach den Schüssen beim Dinner der White-House-Korrespondenten prüfen Ermittler offenbar schriftliche Aufzeichnungen des mutmaßlichen Täters. Nach Angaben des Weißen Hauses soll daraus hervorgehen, dass der Mann gezielt Vertreter der Trump-Regierung ins Visier nehmen wollte.

Der Verdächtige, ein 31-jähriger Lehrer aus Kalifornien, soll am Samstagabend am Washington Hilton einen Sicherheitsbereich durchbrochen und das Feuer eröffnet haben. Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump und mehrere Regierungsmitglieder wurden daraufhin in Sicherheit gebracht. Ein Secret-Service-Beamter wurde getroffen, aber offenbar durch seine Schutzweste vor schwereren Verletzungen bewahrt.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll der Mann ein- bis zweimal geschossen haben. Secret-Service-Agenten feuerten auf ihn, trafen ihn jedoch nicht. Kurz darauf wurde er nahe einer Treppe festgenommen, die zum Ballsaal führte. Bei ihm sollen mehrere Waffen gefunden worden sein, darunter eine Schusswaffe und Messer.

Trump äußerte sich später in einem Interview mit »60 Minutes« zu dem Vorfall. Er lobte die schnelle Reaktion der Sicherheitskräfte, griff jedoch zugleich die Presse scharf an. Als Moderatorin Norah O’Donnell aus mutmaßlichen Schriften des Verdächtigen zitierte, reagierte Trump wütend und nannte sie eine »Schande«.

Der Verdächtige soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Die Ermittler prüfen nun Motiv, Vorbereitung und mögliche Hinweise aus seinem Umfeld. Ehemalige Präsidenten und Politiker beider Parteien verurteilten den Angriff. Barack Obama schrieb, politische Gewalt habe keinen Platz in der Demokratie.

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