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Was nun, Herr Trump? – Wenn selbst das Öl jetzt Uber fährt

qimono (CC0), Pixabay
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Die Straße von Hormus ist dicht. Nicht wegen Baustelle, sondern wegen Nahostkrieg. Ergebnis: Der Irak macht jetzt auf Spedition XXL. Hunderte Tanklaster donnern täglich durch Syrien Richtung Mittelmeer, weil die Tanker im Golf ungefähr so viel Bewegung haben wie ein Tesla ohne Softwareupdate.

In Baniyas wurde bereits der erste Supertanker mit irakischem Öl beladen – allerdings nicht elegant per Pipeline, sondern mit der Effizienz eines gigantischen Baumarktparkplatzes. Drei Tage dauerte das Verladen von 500.000 Tonnen Öl. Früher floss das Zeug einfach durchs Meer. Heute fährt es Kolonne wie beim Ferienbeginn auf der A7.

Damaskus und Bagdad haben dafür einen Deal geschlossen, der klingt wie aus einem Mafiafilm: Syrien behält, was es selbst verbrennen kann, der Rest geht raus in die Welt. Win-win – zumindest solange niemand fragt, wie viele Tanklaster man braucht, um eine globale Energiekrise zu lösen. Spoiler: sehr viele.

Und während Donald Trump wahrscheinlich noch überlegt, ob man Hormus nicht einfach mit einem „fantastischen Deal“ wieder öffnen könnte, organisiert Saudi-Arabien bereits den größten Wüsten-Convoy seit „Mad Max“. 3500 Lkw täglich transportieren Dünger quer durchs Königreich. Zwei Fahrer pro Truck, Motoren laufen praktisch nonstop. Klimakonferenz? Später vielleicht.

Die Zahlen eskalieren schneller als ein Truth-Social-Post:
600 Lkw. Dann 1600. Dann 2000. Jetzt 3500. Innerhalb von zwei Wochen wurde aus einer Lieferkette ein Wüsten-Rave mit Dieselgeruch.

Natürlich ersetzen die Lastwagen keine Containerschiffe. Aber immerhin verhindern sie, dass weltweit irgendwann die Tomaten 14 Euro kosten und der letzte Sack Dünger nur noch gegen Bitcoin gehandelt wird.

Die eigentliche Pointe: Jahrzehntelang galt die Globalisierung als hochmodernes Hightech-System. Und jetzt rettet man die Weltwirtschaft mit tausenden Lkw, die quer durch die Wüste brettern wie ein Konvoi aus den Achtzigern.

Was nun, Herr Trump?
Vielleicht einfach ein paar Zölle auf Kamele.

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