Wer braucht schon Reisebeschränkungen, wenn man Freunde in hohen Positionen hat? Andrew Tate, der selbsternannte König der toxischen Männlichkeit, darf wieder reisen – und seine erste Station? Florida, natürlich.
Gemeinsam mit seinem Bruder Tristan flog der umstrittene Influencer auf einem Privatjet in Richtung Sunshine State. Möglich machte das eine Entscheidung der rumänischen Justiz, die das Ausreiseverbot gegen die Tate-Brüder aufgehoben hat – angeblich ohne jeglichen Druck von außen.
Die britische Financial Times berichtet jedoch, dass Mitglieder von Donald Trumps Regierung sich wohl ziemlich dafür ins Zeug gelegt haben, dass Tate & Co. Rumänien verlassen dürfen.
Offiziell heißt es zwar, dass Rumäniens Außenminister Emil Hurezeanu „keinen Druck“ verspürt habe – aber lustigerweise sei das Thema Tate doch zufällig bei einem kurzen Treffen mit Trumps Sondergesandtem Richard Grenell auf der Münchner Sicherheitskonferenz zur Sprache gekommen. Reiner Zufall, versteht sich.
Die Tate-Brüder bleiben weiterhin unter justizieller Kontrolle. Sie müssen sich regelmäßig bei den Behörden melden und am Ende des Monats nach Rumänien zurückkehren – sofern der Jet nicht gerade einen „Motorschaden“ bekommt oder sie spontan vergessen, wo Bukarest liegt.
Der Prozess gegen die beiden läuft weiter: Vorwürfe wie Menschenhandel, Missbrauch von Minderjährigen und Geldwäsche stehen im Raum. In Großbritannien wartet zudem ein internationaler Haftbefehl wegen sexueller Übergriffe.
Doch bisher konnten sich die Tates aus jeder brenzligen Lage winden – und wenn es schiefgeht? Dann gibt es ja immer noch politische Freunde, eine große Online-Fangemeinde und genug Geld für die besten Anwälte.
Während normale Angeklagte ihre Gerichtsverfahren abwarten müssen, genießen Andrew und Tristan Tate lieber eine kleine Pause in Miami – zwischen Sonnenbaden und Podcast-Auftritten. Und wer weiß? Vielleicht sehen wir Andrew Tate bald als „Opfer“ einer angeblich unfairen Justiz auf Trumps Wahlkampfveranstaltungen. Wetten werden angenommen.
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