Alternativen zu Antibiotika mithilfe der Biochemie

Viele Menschen leben heute mit bestem Wissen und dem Ziel optimaler Gesundheit mit Unterstützung durch Antibiotika, die unproblematische Krankheiten schnell beseitigen.Antibiotika bestimmen das Leben der Menschen bei Operationen, Transplantationen, Krebstherapien. Aufgrund ihrer Effektivität werden sie bei schweren Krankheiten lebensrettend eingesetzt. Naturgemäß wirken Antibiotika auch bei leichten Krankheiten wie Erkältungen und führen zu schnellem Verschwinden der Belastungen. Da gesundheitliche Erkrankungen und berufliche Inanspruchnahme ohne Differenzierung als gleichermaßen störende Belastungen empfunden werden, werden gern Lösungen aufgegriffen, die gesundheitliche Belastungen schnell beseitigen. Die Nutzung von Antibiotika wird als selbstverständlich empfunden. Selten wird Rücksicht auf die Auswirkungen bei Kindern in der Zukunft genommen, die nach Auffassung der Eltern ohne Belastung ihrem Leben entgegensehen sollen. Die negativen Auswirkungen werden dabei übersehen.

Je intensiver und öfter Antibiotika eingesetzt werden, desto schlechter wirken sie langfristig. Wenn jungen Menschen mit Antibiotika versucht wird Entlastungen zu gewähren, wird der Körper auf die gleichen Antibiotika im Verlauf des Lebens immer weniger ansprechen. Als Konsequenz müssen stets neue antibiotische Wirkstoffe entdeckt werden, um dramatische Folgen für die Menschheit zu vermeiden. Diese Ausführungen klingen so ernst wie sie sind. Die Wissenschaft befürchtet weltweit ein Abkippen der Wirkung von Antibiotika. Spätestens 2050 muss nach heutiger Einschätzung die grundsätzliche Entwicklung neuer Antibiotika oder vergleichbar wirkender Stoffe abgeschlossen und diese einsetzbar sein.

Keime entwickeln schon jetzt bei mit Antibiotika überbelasteten Patienten Resistenzen. Oft können bakterielle Infektionen nicht mehr mit Erfolg behandelt werden, weil kein Antibiotikum mehr wirkt. Die Biochemie ist gezwungen Entwicklungen zu forcieren, um zu Antibiotika Alternativen zu finden. Ziel ist es die Zahl der Medikamente zu erhöhen, die andere Wege finden, um Keime zu zerstören. Antibiotikaresistenzen werden heute weltweit als größte Bedrohung in der modernen Medizin angesehen. Es besteht der Zwang Alternativen zu finden, um Infektionen in einigen Jahrzehnten nicht zur bedeutenden und überwiegenden Todesursache zu machen.

Jeder Wissenschaftler versucht für seine Universität in diesem Bereich Lösungen zu entwickeln, die der Welt für Jahrzehnte Lösungen im Kampf gegen Infektionen sichern. Studien über Enzyme und Peptide bilden Ansätze, um in Versuchen multiresistente Bakterienarten abzutöten. Ideal ist, wenn das Molekül die Immunabwehr als Nebenwirkung aktiviert und damit Reaktionen mit der Folge von Entzündungen verhindert.

Für Laien muss die Systematik der Antibiotika verständlich gemacht werden, denn aus Lebenserfahrungen mit Technik und linearen Reaktionen ist nicht immer nachzuvollziehen, dass ein wirkungsvolles Element – hier nicht im chemischen Sinne – nach verstärktem Einsatz seine Wirkung verliert und parallel dazu verwandte Stoffe ebenso. Antibiotika haben ihre Grundlagen in Pilzen und Bakterien. Im biochemischen System des Menschen und der Tiere werden eigene Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger entwickelt. Sie werden als antimikrobielle Peptide (AMP) bezeichnet und sind als Aminosäureketten zu definieren, die in Bakterien eindringen und diese unwirksam machen.

Diese Erkenntnisse schließen dennoch lineare Lösungen im Körper von Lebewesen aus. Wirkung und Gegenwirkung sind in komplexen Strukturen ohne Unregelmäßigkeiten keine Problemstellungen. Enzyme sind ein Beispiel. Ohne sich selbst als Katalysator zu verändern werden diese von biochemischen Stoffwechselvorgängen begleitet. Krankheitsbilder wie Krebs können erhöhte Enzymfunktionen auslösen, zu einer Ausbreitung und damit zur Verschlechterung der Krankheit führen (vgl. Sowislok, Andrea; Uni Duisburg-Essen). Um diese Auswirkungen zu vermeiden, sind Methoden entwickelt worden, bei der die Bekämpfung der Krankheit unter Verwendung von molekularen Pinzetten – als Verständnis dieses Vorgehens – angreifend am Enzym erfolgen, um dieses zu deaktivieren. Damit kann ein aktiver Einsatzort von Enzymen im Verdauungssystem abgebaut werden, um diese wirkungslos zu machen.

Für den Patienten bedeutet dies, dass eine orale Einnahme keinen Sinn macht. Werden AMP direkt in den Blutkreislauf eines Patienten gespritzt, könnte die Immunabwehr des Körpers gegen sich selbst gerichtet werden. Die Behandlung mit diesen Peptiden ist deshalb auf die Behandlung von Schleimhäuten und zur Bekämpfung von „Biofilmen“ auf Prothesen begrenzt. Es gibt Forschungen zu einem Peptid, dem in chemischen Prozessen fünf Aminosäuren hinzugefügt wurden, um seine antibakterielle Wirkung zu verstärken. Das Entscheidende ist, dass Peptide dafür geeignet sind und Alternativen zu herkömmlichen Antibiotika aufzeigen (vgl. de la Fuente, César; MIT Cambridge (USA)).

Wenn AMP mit Therapeutika aus vier Bausteinen des Erbguts verglichen werden, überzeugt die Erkenntnis, dass Peptide aus 20 Aminosäuren kombiniert werden. Damit entstehen die Möglichkeiten von Varianten und neue Therapien. In der Folge sind damit Resistenzen nach heutigem Stand der Forschung ausgeschlossen. Dabei geht es nicht ohne zusätzliche Entwicklungen ab. Bakterien könnten auf ein Medikament aus Peptid nicht mehr ansprechen. Wissenschaftler müssen solche Erkenntnisse beobachten, brauchen jedoch einen Weg, um die Aminosäuren neu zusammenzusetzen. Damit wird ein neues Peptid geschaffen das eigene Wirksamkeiten entwickeln kann.

Trotz dieser begeisterten Darstellungen und dem Einsatz von Peptid mit gleichzeitiger Aktivierung von Immunzellen bedarf es klinischer Tests. Dabei binden sich antimikrobielle Peptide durch Ladungsunterschiede an die Membran des Erregers und dringen in dieses ein. In der Folge stirbt dieses Bakterium. Als Beispiel sei Wirkung des Peptids gegen multiresistente Staphylokokken hervorgehoben, die aktuell in menschlichen Körpern ein noch nicht beseitigbares Bakterium darstellen.

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