Der Abstieg tut weh. Sehr weh sogar.
Viele Fortuna-Fans hatten gehofft, dass sich der Verein nach den vergangenen Jahren dauerhaft in der 2. Bundesliga etabliert. Stattdessen steht nun die 3. Liga vor der Tür – mit allen sportlichen, finanziellen und emotionalen Konsequenzen.
Und genau deshalb finde ich die Aussagen von Samir Arabi erfrischend ehrlich.
Die 3. Liga ist kein Betriebsunfall
Was mich in den vergangenen Wochen gestört hat, war der Eindruck, dass manche immer noch glauben, Fortuna müsse nur kurz durch die 3. Liga spazieren und sei automatisch wieder zurück.
So funktioniert Fußball nicht.
Die Beispiele liegen überall herum:
1860 München.
Dynamo Dresden.
MSV Duisburg.
Rot-Weiss Essen.
Saarbrücken.
Selbst Traditionsvereine mit großen Stadien und vielen Fans haben erlebt, wie schwer diese Liga sein kann.
Die 3. Liga interessiert sich nicht für Tradition.
Sie interessiert sich für Punkte.
Große Namen schießen keine Tore
Natürlich ist Fortuna ein großer Verein.
Natürlich haben wir ein Stadion, von dem viele Drittligisten nur träumen können.
Natürlich bringen wir Fans mit, von denen andere Vereine begeistert wären.
Aber all das garantiert keinen Aufstieg.
Die Tabelle fragt nicht nach Zuschauerzahlen.
Sie fragt nach Ergebnissen.
Deshalb gefällt mir Arabis Aussage, dass man keine Luftschlösser bauen sollte.
Denn genau das wäre momentan gefährlich.
Erst den Schock verarbeiten
Man merkt dem Verein aktuell noch an, wie tief der Abstieg sitzt.
Und ehrlich gesagt ist das auch völlig normal.
Wer wenige Tage nach so einer Katastrophe erwartet, dass alle mit Konfetti durch die Geschäftsstelle laufen, hat vermutlich noch nie erlebt, was ein Abstieg mit einem Verein macht.
Die Enttäuschung sitzt tief.
Bei den Verantwortlichen.
Bei den Spielern.
Und natürlich bei uns Fans.
Der Neuaufbau wird schwierig
Was mir Sorgen macht, ist die Kaderplanung.
Noch ist vieles offen.
Einige Spieler könnten gehen.
Große Transfererlöse sind nicht garantiert.
Gleichzeitig muss eine Mannschaft aufgebaut werden, die sofort konkurrenzfähig ist.
Das wird keine einfache Aufgabe.
Vor allem, weil die wirtschaftlichen Möglichkeiten plötzlich deutlich kleiner geworden sind.
Jetzt zählt Geduld
Natürlich wünsche ich mir den direkten Wiederaufstieg.
Jeder Fortuna-Fan tut das.
Aber ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, jetzt bereits vom sicheren Aufstieg zu sprechen.
Der Verein braucht Stabilität.
Eine klare Struktur.
Eine Mannschaft mit Charakter.
Und eine sportliche Führung, die langfristig denkt.
Fazit
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich zwischen Weltuntergang und Aufstiegseuphorie.
Fortuna Düsseldorf gehört von seiner Größe, seinen Fans und seinem Stadion eigentlich nicht in die 3. Liga.
Aber genau deshalb wäre es ein Fehler zu glauben, der Wiederaufstieg käme automatisch.
Samir Arabi hat recht:
Erst müssen die Voraussetzungen geschaffen werden.
Dann kann man über Aufstieg reden.
Bis dahin heißt es für uns Fortuna-Fans vor allem eines:
Geduldig bleiben, die Mannschaft unterstützen und hoffen, dass der Verein aus diesem Rückschlag die richtigen Lehren zieht. Denn die 3. Liga verzeiht keine Arroganz – aber sie belohnt gute Arbeit.
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