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Alltag in Amsterdam: Messer, Menschen, Polizei – und natürlich ein Rettungshubschrauber

Moire89 (CC0), Pixabay
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Mitten im Herzen der niederländischen Hauptstadt – zwischen Stroopwafel und Grachtenromantik – hat ein Mann heute offenbar beschlossen, die Straßenkunstszene mit einer Performance der besonders blutigen Art zu bereichern: Eine Messerattacke mit fünf verletzten Personen. Applaus gab’s keinen, dafür Blaulicht, Hubschrauber und sehr verwirrte Touristen.

Die Polizei war blitzschnell zur Stelle – vermutlich, weil man in Amsterdam weiß, dass nachmittägliche Eskalationen fast so häufig sind wie Fahrräder. Festgenommen wurde auch jemand, der zumindest so aussieht, als könnte er’s gewesen sein: ein junger Mann mit blondem Kurzhaarschnitt. Tatmotiv? Ach, wer braucht schon Motive, wenn man Stimmung machen will?

Augenzeugen berichten von einem Täter, der „wahllos auf Menschen eingestochen“ habe – ganz nach dem Motto: Heute mal spontan. Eine Frau bekam den Stich direkt in den Rücken, während sie offenbar einfach nur mit ihrem Fahrrad dastand. Das Messer steckte laut Zeugenaussage sogar noch drin. So viel zur These, dass Radfahren in Amsterdam das Gefährlichste sei, was einem passieren kann.

Auch ein älteres Ehepaar war Teil der unfreiwilligen Vorstellung. „Ich sah es erst, als sie am Boden lag. Es war sehr grausam“, sagte ein Zeuge – vermutlich mit Blick auf die Tatsache, dass man in der Innenstadt heutzutage selbst beim Schaufensterbummel Kampfreflexe braucht.

Der Dam wurde schnell abgeriegelt, damit Passanten auch ja nicht auf die Idee kommen, TikToks direkt am Tatort zu drehen. Die Straßenbahnen? Natürlich eingestellt – weil Drama eben immer auch logistische Konsequenzen hat.

Die Bürgermeisterin ließ sich nicht lumpen und unterbrach ihre Sitzung, um sich mit dem Polizeipräsidenten zu treffen – man muss ja wenigstens so tun, als hätte man noch irgendeine Kontrolle.

Und so bleibt die Erkenntnis: In Amsterdam kann alles passieren – außer, dass man einen normalen Nachmittag ohne Zwischenfall verbringt.

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