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Alfreds Pokalkommentar: Dorfplätze, Traumlose und die Hoffnung auf die nächste Sensation

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Meine Damen und Herren, der DFB-Pokal hat wieder geliefert!

Während in manchen Vorstandsetagen bereits Excel-Tabellen für die TV-Einnahmen geöffnet werden, träumen anderswo ganze Dörfer von der Sensation ihres Fußballlebens. Genau deshalb lieben wir diesen Wettbewerb.

Denn mal ehrlich: Wo sonst kann ein Verein aus einem Ort mit 500 Einwohnern plötzlich gegen einen Bundesligisten antreten und für ein paar Wochen das Zentrum der Fußballwelt sein?

Bayern muss nach Osnabrück

Der FC Bayern darf zum VfL Osnabrück reisen. Für die Münchner vermutlich eine Pflichtaufgabe.

Für Osnabrück dagegen ist es das große Los.

Die Bayern werden zwar kaum vor Ehrfurcht erstarren, wenn sie den Rasen betreten. Aber im Pokal gelten bekanntlich eigene Gesetze. Das erzählen uns die Kommentatoren seit ungefähr 50 Jahren. Und irgendwann muss es ja wieder stimmen.

Dortmund fährt nach Hamburg

Borussia Dortmund trifft auf HEBC Eimsbüttel.

Allein der Jubel im Hamburger Stadtteil bei der Auslosung dürfte lauter gewesen sein als mancher Torjubel in der Bundesliga.

Für die Amateurspieler wird es ein Tag, den sie ihr Leben lang nicht vergessen werden. Und für den BVB die Chance, sich nicht schon wieder von einem Außenseiter überraschen zu lassen.

Dynamo, Leipzig und andere Favoriten

Dynamo Dresden dürfte mit Westfalia Rhynern zufrieden sein.

Natürlich muss man solche Spiele erst einmal gewinnen. Aber wenn Dynamo dort ausscheidet, dürfte die Rückfahrt nach Sachsen sehr, sehr lang werden.

RB Leipzig reist nach Eintracht Trier. Das klingt zunächst machbar. Allerdings wissen Pokalfans, dass Trier schon mehrfach große Namen geärgert hat. Wer dort nur mit halber Konzentration antritt, kann ganz schnell Bekanntschaft mit dem berühmten Pokal-Fluch machen.

Aue bekommt Hoffenheim

Für Erzgebirge Aue ist das Duell gegen Hoffenheim das Spiel des Jahres.

Genau solche Abende machen den Reiz des DFB-Pokals aus. Volles Haus, Flutlicht, große Bühne und die Hoffnung, dass der Favorit einen schlechten Tag erwischt.

Im Erzgebirge wird man jedenfalls schon jetzt von der zweiten Runde träumen.

Saarbrücken lauert schon wieder

Und natürlich ist da wieder der 1. FC Saarbrücken.

Gefühlt wartet ganz Deutschland nur darauf, welchen Bundesligisten die Saarländer diesmal aus dem Wettbewerb werfen.

Hertha BSC sollte jedenfalls gewarnt sein.

Der Pokal bleibt etwas Besonderes

Was mir an dieser Auslosung besonders gefällt: Es gibt wieder alles, was das Fußballherz braucht.

Traditionsduelle.

Dorfvereine gegen Millionenteams.

Regionalliga gegen Bundesliga.

Und überall Menschen, die seit Freitagabend von der ganz großen Überraschung träumen.

Genau deshalb ist der DFB-Pokal der schönste Wettbewerb im deutschen Fußball.

Denn während Meisterschaften meistens die Reichen gewinnen, dürfen im Pokal auch die Träumer hoffen.

Und manchmal gewinnen sie sogar.

Euer Alfred

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