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18 Tonnen Bier verschwunden – Brauerei setzt Belohnung für Rückgabe aus

Pexels (CC0), Pixabay
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Ein ungewöhnlicher Frachtdiebstahl beschäftigt derzeit die Polizei im US-Bundesstaat Kalifornien: Rund 18 Tonnen Bier der Marke Pabst Blue Ribbon sind aus einem Verteilzentrum verschwunden. Die Brauerei sucht nun öffentlich nach der Ladung und hat für Hinweise beziehungsweise die sichere Rückgabe eine Belohnung ausgelobt.

Nach Angaben der Polizei erschien ein mutmaßlicher Täter an einem Vertriebszentrum von Anheuser-Busch in Montclair und legte dort gefälschte Dokumente vor. Anschließend soll er eine für San Diego bestimmte Lieferung im Wert von rund 25.000 Dollar übernommen haben – obwohl er nach Angaben des Unternehmens gar nicht zur Abholung berechtigt war.

Pabst Brewing Company machte den Fall anschließend über soziale Netzwerke öffentlich. Insgesamt fehlen demnach rund 40.000 Pfund beziehungsweise gut 18.000 Kilogramm Bier.

Das Unternehmen nimmt den Vorfall trotz des ungewöhnlichen Inhalts der Beute ernst. Man sei sich bewusst, wie kurios die Geschichte klinge, betonte Pabst – der Diebstahl sei jedoch real und werde entsprechend ernst genommen.

Zweiter verdächtiger Vorfall am selben Tag

Besonders auffällig: Nach Angaben der Polizei war es bereits der zweite verdächtige Frachtdiebstahl am selben Tag und am selben Verteilzentrum.

Bei einem ersten Fall war am 17. August eine Lieferung im Wert von rund 45.000 Dollar abgeholt worden, die eigentlich nach Tucson im Bundesstaat Arizona gelangen sollte. Auch zwei Wochen später war die Fracht dort jedoch nicht angekommen.

Nur etwa eine Stunde nach dieser Abholung wurde laut Polizei die Ladung mit Pabst Blue Ribbon unter Verwendung falscher Unterlagen aus dem Zentrum gebracht.

Die Ermittler prüfen deshalb, ob beide Fälle Teil derselben betrügerischen Aktion gewesen sein könnten. Angaben über das angebliche Transportunternehmen, den Fahrer und die verwendeten Fahrzeuge sollen Unstimmigkeiten enthalten.

Ob die für Arizona bestimmte erste Lieferung ebenfalls Pabst-Bier enthielt, ist bislang unklar.

Täter gab sich offenbar als legitimer Fahrer aus

Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, offenbar habe sich jemand gezielt als diejenige Person ausgegeben, die zur Abholung der Ware berechtigt gewesen sei.

Der mutmaßliche Täter sei mit entsprechenden Unterlagen erschienen, habe die Fracht übernommen und sei anschließend mit der Bierlieferung davongefahren.

Der Fall reiht sich damit in eine Form des Frachtdiebstahls ein, bei der Kriminelle weniger auf gewaltsame Überfälle als auf gefälschte Identitäten und Dokumente setzen.

Anheuser-Busch und Pabst sind zwar eigenständige Unternehmen, arbeiten jedoch zusammen: Anheuser-Busch produziert Pabst Blue Ribbon im Auftrag von Pabst.

Brauerei setzt humorvolles Ultimatum

Bei der Suche nach der verschwundenen Ladung verbindet Pabst die Ernsthaftigkeit des Falls mit einem für die Marke typischen humorvollen Ton.

In sozialen Netzwerken wandte sich das Unternehmen direkt an den Dieb und erklärte sinngemäß, man könne durchaus verstehen, wenn jemand seinen Freunden mit einer riesigen Menge Pabst Blue Ribbon imponieren wolle – hätte sich aber gewünscht, dass das Bier auf ehrliche Weise erworben worden wäre.

Gleichzeitig setzte das Unternehmen ein ungewöhnliches Ultimatum: Der Täter habe genau 18 Tage und 44 Minuten Zeit, die komplette Ladung zurückzugeben – angeblich ohne weitere Fragen.

Die Zahlen sind kein Zufall. Pabst wurde im Jahr 1844 gegründet.

Für die Rückkehr des verschwundenen Bieres oder entscheidende Hinweise hat das Unternehmen außerdem eine Belohnung angekündigt. Wie hoch diese ausfallen soll, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Während die Brauerei den kuriosen Charakter der Geschichte für ihre öffentliche Suche nutzt, untersucht die Polizei weiterhin, wer hinter den beiden verdächtigen Abholungen steckt und ob es sich um eine organisierte Serie von Frachtdiebstählen handelt.

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