Bei einem schweren Zugunglück nördlich von Kopenhagen sind am frühen Donnerstagmorgen zwei Züge frontal zusammengestoßen. Fünf Menschen wurden dabei lebensgefährlich verletzt, weitere zwölf erlitten leichtere Verletzungen.
Der Unfall ereignete sich gegen 6:29 Uhr auf einer Strecke zwischen Hillerød und Kagerup in der Region Nordseeland – eine Pendlerlinie, die täglich von Schülern, Berufstätigen und Anwohnern genutzt wird. Insgesamt befanden sich 38 Menschen an Bord der beiden Züge.
Bilder vom Unfallort zeigen zwei stark beschädigte Triebwagen, die sich in einem Waldstück direkt gegenüberstehen – ein Szenario, das in einem Land mit eigentlich hoher Bahnsicherheit für Fassungslosigkeit sorgt.
Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Ermittler der dänischen Unfallkommission haben gemeinsam mit der Polizei die Arbeit aufgenommen. Ein möglicher Verdacht: Einer der Züge könnte ein Haltesignal überfahren und sich auf dem falschen Gleis befunden haben. Die betroffene Strecke gilt als technisch nicht vollständig modernisiert – ein automatisches Sicherheitssystem fehlt offenbar.
Die Verletzten wurden per Hubschrauber und Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht, die Schwerverletzten in das Nationalkrankenhaus in Kopenhagen.
Die Bürgermeisterin der betroffenen Gemeinde zeigte sich tief erschüttert. Es sei „schockierend“, dass es zu einem solchen Frontalzusammenstoß kommen konnte – nun müsse alles darangesetzt werden, dass sich ein derartiger Unfall nicht wiederholt.
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