Man muss es so deutlich fragen dürfen:
Trägt Donald Trump mit seiner aggressiven, spaltenden und oft demütigenden Rhetorik nicht selbst dazu bei, den Nährboden für künftigen Extremismus zu schaffen?
Wer über Jahre hinweg ganze Bevölkerungsgruppen verächtlich macht, politische Gegner entmenschlicht, internationale Partner provoziert und Konflikte lieber anheizt als entschärft, darf sich nicht wundern, wenn daraus irgendwann blinder Hass entsteht. Hass ist nie nur ein Gefühl – er ist oft der erste Schritt in Richtung Radikalisierung.
Wenn ein Präsident permanent mit Überheblichkeit, Drohgebärden und nationalistischer Selbstinszenierung auftritt, sendet das nicht nur nach innen ein fatales Signal, sondern auch nach außen. In vielen Teilen der Welt entsteht dadurch das Bild einer USA, die nicht mehr als demokratisches Vorbild wahrgenommen wird, sondern als arrogante Macht, die polarisiert, provoziert und demütigt. Und genau solche Bilder sind es, die Extremisten seit jeher für ihre Propaganda nutzen.
Man „züchtet“ Terrorismus natürlich nicht im wörtlichen Sinne heran – die Verantwortung für Terror tragen immer die Täter selbst. Aber politische Führung kann Bedingungen schaffen, in denen Wut, Feindbilder und Radikalisierung leichter wachsen. Wer Menschen gegeneinander aufbringt, wer Misstrauen systematisch fördert und wer Konflikte wie ein Schauspiel inszeniert, gießt Öl ins Feuer einer ohnehin angespannten Weltlage.
Trump steht wie kaum ein anderer für eine Politik der Eskalation statt der Deeskalation. Und genau darin liegt die Gefahr: Nicht nur in dem, was heute gesagt oder getan wird, sondern in dem, was daraus morgen erwachsen kann. Denn Worte verschwinden nicht einfach. Sie wirken nach. Sie vergiften Debatten. Sie zerstören Vertrauen. Und im schlimmsten Fall liefern sie jenen Munition, die Gewalt als Antwort auf politische Kränkungen verkaufen wollen.
Wer permanent spaltet, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann aus Worten Feindbilder werden – und aus Feindbildern Gewalt.
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