Kolumne zum Jahreswechsel 2026
Zeitenwende: Deutschland muss raus aus der Komfortzone
2026 hat begonnen. Und mit dem neuen Jahr kommt die Erkenntnis: Deutschland steht vor einer Weggabelung. Weiter im Modus „Verwalten und Verteilen“ oder endlich der Aufbruch in ein neues Zeitalter des Mutes, der Eigenverantwortung und der echten Reformen?
Wir brauchen eine ehrliche, unbequeme Debatte. Nicht darüber, was der Staat alles noch leisten soll, sondern was er leisten muss – und was die Bürger selbst tun können und müssen. Denn die Wahrheit ist: Wir haben uns zu bequem eingerichtet. Vieles läuft nur noch über Anspruch, zu wenig über Anstrengung.
Deutschland braucht weniger Couchpotatoes und mehr Menschen, die bereit sind, Leistung zu bringen. Der Staat muss diese Haltung nicht mit Subventionen belohnen, sondern mit Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen. Wer unternehmerisches Risiko eingeht, sollte Verluste steuerlich geltend machen können. Das ist keine Lücke, das ist ein Motor für Fortschritt.
Auch unser Gesundheitssystem muss auf den Prüfstand. Wir können nicht alles für alle kostenlos garantieren. Die Balance zwischen Solidarprinzip und Eigenverantwortung ist aus dem Gleichgewicht geraten. Gesundheitsvorsorge beginnt nicht mit der Versichertenkarte, sondern mit dem persönlichen Lebensstil.
Und die Rente? Sie muss realistischer werden. Wer spät einzahlt, kann nicht früh gehen. Eine flexible Rentenregelung zwischen 63 und 70 Jahren ist fair und notwendig. Alles andere ist ein Verharren in Illusionen, das kommende Generationen teuer bezahlen werden.
Auch die Bürokratie ist ein Reformfall. In Berlin sowieso. Aber vor allem in Brüssel, wo mittlerweile bis zu 80.000 Menschen in EU-Institutionen arbeiten – für ein Projekt, das einst als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begann und heute im politischen Dirigismus zu versanden droht. Der europäische Gedanke braucht eine Renaissance der Vernunft, keine weitere Zentralisierung.
2026 könnte ein Jahr der bitteren Wahrheiten werden. Aber es kann auch das Jahr sein, in dem wir anfangen, ehrlich zu werden. Mit uns selbst, mit unserem Staat, mit unserem Europa.
John F. Kennedy sagte einst: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“
Deutschland sollte diesen Gedanken endlich wieder ernst nehmen.
Ein starkes, aufrichtiges und mutiges neues Jahr 2026!
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