Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hat Tibet besucht – ein seltener und symbolträchtiger Auftritt in einer Region, die international seit Jahrzehnten umstritten ist. Anlass der Reise war der 60. Jahrestag der Konsolidierung von Pekings Herrschaft über das Himalaya-Gebiet.
Feierlichkeiten in Lhasa
Xi Jinping traf in der tibetischen Hauptstadt Lhasa ein, wo er von Funktionären und ausgewählten Bürgern begrüßt wurde. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua betonte Xi die Bedeutung eines „modernen sozialistischen Tibets, das geeint, wohlhabend, zivilisiert, harmonisch und schön“ sein solle. Er würdigte die angeblichen Erfolge Chinas beim wirtschaftlichen Aufbau, in der Infrastruktur und bei der Armutsbekämpfung in der Region.
Symbolische Bedeutung des Besuchs
Staatsbesuche in Tibet durch chinesische Spitzenpolitiker sind äußerst selten. Xis Reise unterstreicht den politischen Anspruch Pekings, die Kontrolle über die Region nicht nur historisch zu legitimieren, sondern auch nach außen zu demonstrieren. Die chinesische Führung stellt Tibet als Teil der „unverrückbaren nationalen Einheit“ dar.
Umstrittene Kontrolle
International bleibt die chinesische Herrschaft über Tibet umstritten. Menschenrechtsorganisationen kritisieren immer wieder Unterdrückung, Einschränkungen der Religionsfreiheit sowie den Druck auf die tibetische Kultur und Sprache. Peking hingegen betont, mit Investitionen in Infrastruktur, Bildung und soziale Programme den Lebensstandard in Tibet verbessert zu haben.
Signal nach innen und außen
Mit seinem Besuch setzt Xi ein doppeltes Signal: nach innen, dass Tibet fest in das Staatsgefüge eingebunden bleibt, und nach außen, dass China keinerlei Abstriche an seinem Anspruch im Himalaya duldet.
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