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Papst akzeptiert Rücktritt eines US-Bischofs nach Betrugsvorwürfen

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Papst Leo XIV. hat den Rücktritt eines Bischofs der chaldäisch-katholischen Kirche im Raum San Diego angenommen. Der Geistliche wird beschuldigt, mehr als 270.000 US-Dollar aus seiner Gemeinde veruntreut zu haben. Das teilte der Vatikan am 10. März mit.

Der 69-jährige Bischof Emanuel Hana Shaleta bekannte sich laut Berichten von NBC 7 San Diego und ABC 10News vor Gericht in 16 Anklagepunkten nicht schuldig.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor:

  • 8 Fälle von Veruntreuung

  • 8 Fälle von Geldwäsche

  • sowie ein erschwerendes Delikt wegen „schwerer Wirtschaftskriminalität“

Sollte er in allen Punkten schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Vorwürfe: Geld aus der Kirchenkasse verschwunden

Die Ermittlungen beziehen sich auf die St. Peter Chaldean Catholic Cathedral in einem Gebiet nahe El Cajon, östlich von San Diego. Dort leitete Shaleta seit 2017 die Gemeinde.

Im August 2025 meldete ein Vertreter der Kirche den Behörden mögliche Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen durch eine Spezialeinheit für Betrugsdelikte ein.

Am 5. März wurde der Bischof schließlich am internationalen Flughafen von San Diego festgenommen, als er versuchte, das Land zu verlassen.

Er verbrachte anschließend vier Nächte im Gefängnis, bevor er am 9. März vor Gericht erschien.


Fehlende Mietzahlungen im Mittelpunkt der Ermittlungen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft begann die Untersuchung, weil regelmäßige Mietzahlungen für einen Kirchensaal verschwanden.

Ein Mieter zahlte monatlich etwa 30.000 Dollar für die Nutzung des Saals.

  • Anfangs erfolgte die Zahlung per Scheck

  • später jedoch in bar, auf Anweisung des Bischofs

Die Staatsanwaltschaft erklärt:

Das Bargeld verschwand anschließend spurlos. Insgesamt sollen über ein Jahr etwa 270.000 Dollar verschwunden sein.

Der Bischof erklärte laut Ermittlern, das Geld sei an Bedürftige verteilt worden. Allerdings gebe es keine Buchhaltung oder Nachweise darüber.

Festnahme mit Bargeld auf dem Weg nach Deutschland

Bei seiner Festnahme am Flughafen hatte Shaleta laut Staatsanwaltschaft knapp 10.000 Dollar Bargeld im Gepäck, als er ein Flugzeug nach Deutschland besteigen wollte.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte deshalb, dass Fluchtgefahr bestehe.
Der Anwalt des Bischofs erklärte dagegen, die Reise sei lange geplant gewesen und sein Mandant habe vorgehabt, wieder in die USA zurückzukehren.

Der Richter setzte eine Kaution von 125.000 Dollar fest.
Zusätzlich gelten Bedingungen:

  • GPS-Überwachung

  • kein Zugriff auf die Bankkonten der Kirche

  • Abgabe des Reisepasses

Eine Voranhörung ist für den 27. April angesetzt.

Vatikan akzeptiert Rücktritt

Der Vatikan bestätigte in seinem täglichen Bulletin, dass Papst Leo XIV. den Rücktritt des Bischofs akzeptiert hat.

Als Apostolischer Administrator wurde vorübergehend Bischof Saad Sirop Hanna eingesetzt, der die Leitung der Diözese übernimmt.

Hintergrund: Chaldäisch-katholische Kirche

Die chaldäisch-katholische Kirche gehört zur katholischen Kirche und erkennt die Autorität des Papstes an, verwendet jedoch eine östliche liturgische Tradition.

In der Region San Diego leben etwa 71.000 chaldäisch-katholische Gläubige, laut Statistiken des Vatikans.

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