Als Regisseur Francis Ford Coppola und sein Filmteam 1971 im kleinen sizilianischen Dorf Savoca eintrafen, ahnte niemand, welche Folgen die Dreharbeiten zu The Godfather haben würden. Das Dorf verfügte damals über unbefestigte Straßen, weniger als 100 Einwohner und teilweise nicht einmal über fließendes Wasser.
Für viele Bewohner wurde der Film zum Wendepunkt. Vincenzo Pasquale, heute 72 Jahre alt und damals als Statist engagiert, erinnert sich, dass die Produktion einem Geschenk des Himmels gleichkam. Mehr als fünf Jahrzehnte später gilt Savoca unter den sizilianischen Drehorten des Mafia-Klassikers noch immer als der beliebteste Anziehungspunkt für Besucher.
Vor allem seit Kreuzfahrtschiffe regelmäßig Touristen nach Sizilien bringen, erlebt das Dorf einen Besucheransturm. An manchen Tagen seien die engen Gassen so überfüllt, dass Einheimische kaum noch mit dem Auto durchkämen.
„White Lotus“ setzt neuen Tourismus-Trend
Während Savoca vom Mythos des Mafia-Epos lebt, sorgt derzeit die HBO-Serie The White Lotus für neue Reiseziele auf der touristischen Landkarte. Die vierte Staffel wird derzeit an der französischen Riviera gedreht.
Im Mittelpunkt steht das luxuriöse Château de la Messardière, ein ehemaliges Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, das heute als exklusives Resort betrieben wird. Die Serie hatte bereits zuvor Hotels in Sizilien und Thailand weltweit bekannt gemacht.
Kulinarische Auszeichnungen schaffen neue Hotspots
Auch die Gastronomie prägt Reisetrends. Bei den diesjährigen James-Beard-Awards wurde das New Yorker Weinlokal Lei als bestes neues Restaurant ausgezeichnet.
Parallel sorgten die renommierten Decanter World Wine Awards für Aufmerksamkeit, nachdem amerikanische Weine aus Regionen wie Texas, Virginia und Pennsylvania besonders erfolgreich abschnitten.
In Peking bleibt das vegetarische Spitzenrestaurant King’s Joy eine der begehrtesten Adressen des Landes. Es besitzt sowohl drei Michelin-Sterne als auch den Michelin Green Star für Nachhaltigkeit.
Neue Bahnprojekte verändern das Reisen
In Ägypten ging kürzlich die erste fahrerlose Einschienenbahn Afrikas in Betrieb. Das neue Netz in Kairo soll nach seiner Fertigstellung das längste Monorail-System der Welt werden und die chronischen Verkehrsprobleme der Metropole entschärfen.
Auch Europa investiert massiv in den Schienenverkehr. Mehrere spektakuläre Tunnelprojekte sollen künftig wichtige Verkehrsachsen verbinden. Allerdings kämpfen viele Vorhaben mit steigenden Kosten und erheblichen Verzögerungen.
US-Flugsicherung vor Modernisierung
Während andere Länder neue Infrastruktur bauen, modernisieren die USA bestehende Systeme. In zahlreichen Kontrolltürmen werden Flugbewegungen noch immer mithilfe von Papierstreifen dokumentiert. Die US-Luftfahrtbehörde FAA plant nun die schrittweise Einführung digitaler Verfahren, um die Flugsicherung effizienter und weniger fehleranfällig zu machen.
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