In einem Haftzentrum der US-Einwanderungsbehörde ICE in Newark im Bundesstaat New Jersey ist erneut ein Gefangener gestorben. Nach Angaben seiner Familie starb Edwin Lopez Cornejo am 1. August im Delaney-Hall-Haftzentrum.
Der Mann war am 18. Juni von Einwanderungsbeamten festgenommen worden. Seine Mutter erklärte, ihr Sohn habe an Diabetes gelitten und während der Haft möglicherweise nicht die notwendigen Medikamente erhalten. Sie vermutet, dass eine unzureichende medizinische Versorgung zu seinem Tod beigetragen habe.
Lopez Cornejo lebte nach Angaben seiner Angehörigen seit fast 20 Jahren in den USA und besaß eine Arbeitserlaubnis. Er sei auf dem Weg zur Arbeit festgenommen worden. Seine Familie beschrieb ihn als fleißigen Vater einer zwölfjährigen Tochter.
Das US-Heimatschutzministerium wies den Vorwurf medizinischer Vernachlässigung zurück. Lopez Cornejo sei während seiner Haft angemessen behandelt und von medizinischem Personal untersucht worden. Die Behörde erklärte, alle Gefangenen erhielten kurz nach ihrer Aufnahme eine gesundheitliche Kontrolle und später eine umfassende Untersuchung.
Das privat betriebene Haftzentrum Delaney Hall steht seit längerer Zeit in der Kritik. Berichte über schlechte Haftbedingungen führten zu Hungerstreiks, Unruhen innerhalb der Einrichtung und Protesten vor dem Gebäude. Bereits im Dezember 2025 war dort ein weiterer Gefangener gestorben.
Die Familie fordert nun eine vollständige Aufklärung des Todesfalls. Angehörige kritisieren zudem die verschärfte Abschiebungspolitik der Trump-Regierung. Sie werfen den Behörden vor, Familien auseinanderzureißen und Kinder ohne ihre Eltern zurückzulassen.
Eine unabhängige Bestätigung dafür, dass fehlende Medikamente tatsächlich die Todesursache waren, liegt bislang nicht vor.
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