In Rheinland-Pfalz wird heute gewählt – und wie schon in Baden-Württemberg deutet vieles auf ein enges Rennen zwischen CDU und SPD hin. Doch es geht längst nicht nur um Landespolitik. Für viele Wähler spielt auch der Blick nach Berlin eine entscheidende Rolle.
Denn während die Parteien vor Ort um Stimmen werben, wächst bei vielen Bürgern der Unmut über die Bundespolitik – insbesondere bei Themen wie steigenden Spritpreisen. Der Vorwurf: In Deutschland werde gezögert, während andere Länder wie Italien oder Österreich längst mit Steuersenkungen reagieren.
Vor allem SPD-Chef Lars Klingbeil steht dabei für manche Wähler sinnbildlich für diese Haltung – ebenso wie CDU-Chef Friedrich Merz auf der anderen Seite. Beide sind für Teile der eigenen Anhängerschaft längst zu Reizfiguren geworden.
So wird die Wahl auch zu einer Art Ventil: Wer unzufrieden ist, kann heute zumindest indirekt ein Signal nach Berlin senden – etwa, indem Parteien gewählt werden, die dort nicht an der Regierung beteiligt sind.
Ob sich dieser bundespolitische Frust tatsächlich im Wahlergebnis niederschlägt, wird sich am Abend zeigen. Klar ist schon jetzt: Für viele geht es heute um mehr als nur Rheinland-Pfalz.
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