Lange hat es gedauert, doch nun ist der Durchbruch geschafft: Das Mode- und Beautyunternehmen von Victoria Beckham hat erstmals seit seiner Gründung im Jahr 2008 einen operativen Gewinn erzielt.
Victoria Beckham Holdings Ltd, bei dem die ehemalige Spice-Girl-Sängerin als Kreativdirektorin tätig ist, erwirtschaftete 2025 einen operativen Gewinn von 7,3 Millionen Pfund. Zuvor hatte das Unternehmen über viele Jahre hinweg Verluste geschrieben.
Beckham zeigte sich entsprechend erleichtert. Man habe lange und hart auf diesen Moment hingearbeitet. Zugleich betonte sie, dass das Unternehmen offen mit seinen früheren Problemen umgegangen sei und inzwischen wieder auf einem soliden Wachstumskurs liege.
Für sie ist der Erfolg auch ein Zeichen dafür, dass ihre Marke inzwischen anders wahrgenommen wird. Nach fast zwei Jahrzehnten werde sie nicht mehr nur als Prominenten-Marke betrachtet, sondern zunehmend als eigenständiges Mode- und Beautyunternehmen.
Netflix-Doku sorgt für zusätzlichen Schub
Unterstützung bekam das Geschäft zuletzt auch von einer Netflix-Dokumentation über Victoria Beckham.
Die Serie zeigte unter anderem ihren langen Kampf darum, als Designerin und Unternehmerin ernst genommen zu werden. Gleichzeitig wurden auch die finanziellen Schwierigkeiten ihres Unternehmens thematisiert.
Nach Unternehmensangaben sorgte die Dokumentation für zusätzliche Nachfrage. Besonders Jeans und Jersey-Produkte verkauften sich danach deutlich besser.
Insgesamt verzeichnete die Modesparte 2025 ein starkes zweistelliges Wachstum.
Beauty-Sparte wird zum Erfolg
Auch das Kosmetikgeschäft entwickelte sich positiv.
Die Beauty-Sparte, die 2019 gestartet wurde, erzielte eines ihrer bislang besten Ergebnisse. Besonders erfolgreich waren die sogenannten „Foundation Drops“.
Die Nachfrage war zeitweise so groß, dass sich rund 25.000 Menschen auf einer Warteliste befanden. Durch den Erfolg des Produkts konnte das Unternehmen sein Hautpflegegeschäft innerhalb kurzer Zeit etwa verdoppeln.
David Beckham half in schwierigen Zeiten
Der heutige Erfolg war lange alles andere als selbstverständlich.
In der Netflix-Dokumentation berichtete Victoria Beckham offen darüber, dass ihr Unternehmen zeitweise tief in den roten Zahlen steckte. In schwierigen Phasen musste ihr Ehemann David Beckham finanziell einspringen.
Auch für ihn sei die Situation belastend gewesen. Victoria Beckham erklärte später, dass es das Unternehmen ohne die Unterstützung ihres Mannes möglicherweise heute nicht mehr geben würde.
2017 folgte schließlich ein wichtiger Schritt zur Rettung und Neuausrichtung der Firma. Victoria Beckham verkaufte 30 Prozent des Unternehmens für 30 Millionen Pfund an NEO Investment Partners.
Daraufhin begann ein umfangreicher Umbau des Geschäfts.
Schluss mit teuren Pflanzen und fliegenden Stühlen
Im Zuge der Sanierung wurden auch einige ungewöhnliche Kosten unter die Lupe genommen.
Victoria Beckham selbst sprach später von teilweise „unglaublicher“ Verschwendung. Dazu gehörten etwa Möbel, die rund um die Welt transportiert wurden.
Auch für Pflanzen in den Büroräumen soll das Unternehmen zeitweise rund 70.000 Pfund pro Jahr ausgegeben haben.
Solche Ausgaben wurden im Zuge der Neuausrichtung deutlich reduziert.
Unternehmen sieht sich auf Wachstumskurs
David Belhassen, Vorsitzender von Victoria Beckham Holdings, sieht das Unternehmen inzwischen gut aufgestellt.
Mit Mode und Kosmetik verfüge die Firma über zwei starke Wachstumsbereiche. Hinzu komme eine zunehmend internationale Kundschaft und eine deutlich effizientere Unternehmensstruktur.
Auch Geschäftsführerin Sybille Darricarrère Lunel bezeichnete den ersten operativen Gewinn als wichtigen Meilenstein.
Besonders bemerkenswert sei, dass dieser Erfolg in einer schwierigen Phase für den weltweiten Luxusmarkt gelungen sei.
Nach 18 Jahren voller Rückschläge, Millionenverlusten und mehreren Rettungsaktionen scheint Victoria Beckham damit erreicht zu haben, worauf sie lange hingearbeitet hat:
Aus dem Promi-Projekt ist ein profitables Unternehmen geworden.
Kommentar hinterlassen