Startseite Allgemeines Versicherungsschutz für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe
Allgemeines

Versicherungsschutz für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Teilen

Wie bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten genießen auch „Flüchtlingshelfer“ automatisch und kostenlos gesetzlichen Versicherungsschutz – wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Ob gespendete Kleidung sortieren, Deutsch unterrichten oder Möbel organisieren – Tausende packen mit an, um Flüchtlingen das Ankommen zu erleichtern. Wird Hilfsbereitschaft in die Tat umgesetzt, gerät häufig aus dem Blick, wer hilft, wenn den Helfern selbst etwas zustößt. Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, damit das Ehrenamt „amtlich“ ist: Es muss freiwillig und unentgeltlich ausgeübt werden, regelmäßig und organisiert sein sowie anderen zu Gute kommen.

Wer hingegen spontan Kleidung, Spielzeug oder Lebensmittel an Bahnhöfe oder in Flüchtlingsunterkünfte bringt, handelt privat. Diese Eigeninitiative wird nicht durch den gesetzlichen Versicherungsschutz gedeckt, den organisierte ehrenamtliche Helfer genießen. Flüchtlingshelfer auf Nummer sicher gehen können:

Voraussetzungen für gesetzlichen Versicherungsschutz

Wie bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten – zum Beispiel im Elternrat oder bei der Freiwilligen Feuerwehr – genießen auch „Flüchtlingshelfer“ automatisch und kostenlos gesetzlichen Versicherungsschutz. Voraussetzung ist allerdings, dass deren Mithilfe über die Kommune oder Wohlfahrtsverbände organisiert ist. Heißt also, Einsätze und – orte werden von diesen festgelegt, die Verantwortlichen verteilen die Aufgaben, übernehmen Einteilung sowie Koordination und tragen die Kosten – und die Verantwortung. Zumeist werden auch Listen angelegt, in die sich Flüchtlingshelfer eintragen können. Das erspart im Fall der Fälle Nachforschungen, ob man tatsächlich auch aktiv gewesen ist.

Leistungsumfang

Verletzt sich der ehrenamtliche Helfer während seines Einsatzes, aber auch auf dem Hin- oder Rückweg zwischen Einsatz- und Wohnort, springt die gesetzliche Unfallversicherung ein. Übernommen werden Kosten für Behandlungen und Reha-Maßnahmen. Ist die Erwerbsfähigkeit als Folge des Unfalls um mindestens 20 Prozent gemindert, bekommt der Verletzte von der gesetzlichen Unfallversicherung eine monatliche Verletztenrente.

Haftung bei Schäden Dritter

Wer als Flüchtlingshelfer einer anderen Person Schaden zufügt, muss in der Regel nicht für deren Forderungen nach Schadenersatz aufkommen. Dafür haftet die Trägerorganisation bzw. deren Haftpflichtversicherung, in der Regel die von Städten und Kommunen. Zudem kann die ehrenamtliche Ausübung eines leitenden Amtes oder die so genannte verantwortliche Tätigkeit in einer Organisation oder in einem Verein über die Vereinshaftpflichtversicherung versichert sein.

Neben all diesen Leistungen aus gesetzlichen Versicherungen springen auch gegebenenfalls privat abgeschlossene Versicherungen – Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung – ein.

Quelle:VZNRW

 

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Meta erfindet das nächste Abo: Jetzt gibt’s Facebook Plus, Instagram Plus und WhatsApp Plus

Endlich! Darauf hat die Menschheit gewartet: Meta möchte künftig noch mehr Geld...

Allgemeines

Chance verpasst – aber bei der EU beschäftigt man sich lieber wieder mit neuen Gängel-Vorschriften

Die Europäische Union hat mal wieder eindrucksvoll bewiesen, warum sie außenpolitisch oft...

Allgemeines

Mainz 05 blickt nach vorne: Mit Urs Fischer soll jetzt mehr möglich sein als nur Klassenerhalt

Als Mainz-05-Fan muss man ehrlich sagen: Vor ein paar Monaten sah die...

Allgemeines

Union Berlin startet ins große Trainer-Experiment – Hoffnung, Zweifel und viel Risiko in Köpenick

Bei Union Berlin beginnt eine neue Zeitrechnung. Neue Saison, neuer Trainer —...