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USA entziehen indischen Geschäftsleuten Visa wegen mutmaßlichen Handels mit Fentanyl-Vorstufen

jaydeep_ (CC0), Pixabay
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Die US-Botschaft in Neu-Delhi hat mehreren indischen Geschäftsführern und Unternehmensleitern die Visa entzogen beziehungsweise deren Anträge abgelehnt. Grund sind mutmaßliche Verwicklungen in den Handel mit Fentanyl-Vorstufen, also chemischen Substanzen, die zur Herstellung des synthetischen Opioids Fentanyl benötigt werden.

Hintergrund: Fentanyl als größte Bedrohung im US-Drogenmarkt

Fentanyl gilt in den USA seit Jahren als eine der Hauptursachen für Drogentote. Das hochwirksame synthetische Opioid wird aus Vorläuferchemikalien hergestellt, die häufig über internationale Netzwerke gehandelt werden. Schon kleinste Mengen können tödlich wirken. Laut offiziellen Statistiken sterben jedes Jahr Zehntausende Amerikaner an Überdosen.

Die US-Botschaft erklärte am Donnerstag, dass betroffene Manager sowie deren unmittelbare Familienangehörige für Reisen in die Vereinigten Staaten künftig möglicherweise nicht mehr zugelassen sind. Zudem sollen Antragsteller, die mit Unternehmen in Verbindung stehen, die im Verdacht des Handels mit Fentanyl-Vorstufen stehen, bei der Visa-Vergabe besonders streng überprüft werden.

Wer betroffen ist

Namen nannte die US-Botschaft nicht. Sie bestätigte jedoch, dass es sich um indische Staatsbürger handelt.

Chargé d’affaires Jorgan Andrews betonte:

„Die US-Botschaft in Neu-Delhi ist fest entschlossen, den illegalen Drogenhandel zu bekämpfen. Wer daran beteiligt ist, muss mit Konsequenzen rechnen – bis hin zur Verweigerung des Zugangs in die Vereinigten Staaten.“

Rechtliche Grundlage

Die Entscheidung basiert auf den Regelungen des US-Einwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes (Immigration and Nationality Act). Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen der US-Regierung, „Amerikanerinnen und Amerikaner vor gefährlichen synthetischen Drogen zu schützen“.

Die Botschaft betonte außerdem, dass die Eindämmung des Zuflusses von Fentanyl und seiner Vorstufen eine absolute Priorität habe. Zugleich dankte sie den indischen Behörden für die enge Zusammenarbeit im Kampf gegen diese „gemeinsame Herausforderung“.

Bisherige Fälle und Anklagen

  • Januar 2025: Das US-Justizministerium klagte die indischen Unternehmen Raxuter Chemicals und Athos Chemicals sowie den Manager Bhavesh Lathiya von Raxuter an. Der Vorwurf: Verschwörung zur Verteilung und zum Import von Fentanyl-Vorstufen. Lathiya wurde am 4. Januar festgenommen.

  • März 2025: Bundesstaatsanwälte in Washington erhoben Anklage gegen Vasudha Pharma Chem Ltd und drei leitende Mitarbeiter. Sie sollen Vorstufen illegal produziert und vertrieben haben.

Politische Einordnung

Erst in dieser Woche hatte Ex-Präsident Donald Trump vor dem US-Kongress erklärt, dass Indien zu den 23 wichtigsten Transit- und Produktionsländern für illegale Drogen gehöre. Er betonte jedoch, dass diese Liste nicht automatisch eine Kritik an den Anti-Drogen-Maßnahmen der jeweiligen Regierungen sei.

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