Die US-Gameshow „Wheel of Fortune“ hat sich nach einer internen Untersuchung von ihrem langjährigen Sprecher Jim Thornton getrennt. Sony Pictures Television bestätigte, dass Thorntons Beschäftigung mit sofortiger Wirkung beendet worden sei. Zuvor war der 61-Jährige bereits suspendiert worden, während der Sender den Vorgang prüfte.
Auslöser war ein Vorfall auf einem Flug im Mai. Medienberichten zufolge soll Thornton während des Fluges auf seinem Laptop eine Internetseite aufgerufen haben, deren Inhalte bei einem Mitreisenden Besorgnis auslösten. Dieser informierte die Fluggesellschaft. American Airlines bestätigte später, dass nach der Landung am Flughafen Los Angeles wegen entsprechender Hinweise Strafverfolgungsbehörden hinzugezogen worden seien.
Thorntons Anwalt weist jedoch jede Darstellung zurück, wonach sein Mandant wissentlich problematische oder illegale Inhalte gesucht habe. Nach seiner Version sei Thornton versehentlich auf eine Internetseite mit einer ähnlich klingenden Adresse gelangt. Eigentlich habe er im Zusammenhang mit seinem Engagement für Suizidprävention nach Hilfsangeboten gesucht.
Der Anwalt erklärte zudem, Thornton habe die Seite verlassen, sobald ihm klar geworden sei, worum es dort gehe. Er betonte ausdrücklich, sein Mandant habe weder bei diesem Flug noch zu einem anderen Zeitpunkt illegale Darstellungen von Kindern angesehen oder heruntergeladen. Die vom Anwalt genannte Website selbst sei ebenfalls nicht illegal.
Thornton war seit 2010 Teil von „Wheel of Fortune“. Damals gehörte er zu mehreren Gastsprechern, die nach dem Tod des langjährigen Ansagers Charlie O’Donnell für dessen Nachfolge getestet wurden. Später übernahm Thornton die Sprecherrolle dauerhaft und war auch bei „Celebrity Wheel of Fortune“ zu hören.
Mit der Trennung endet damit eine mehr als 15-jährige Zusammenarbeit. Wer künftig die Sprecherrolle übernehmen wird, ist noch offen. Die nächste Staffel der Sendung soll Mitte September starten.Up
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