Der nächste Konzern knickt ein: T-Mobile US, Tochter der Deutschen Telekom, kapituliert vor dem Kulturkampf aus dem Weißen Haus. Auf politischen Druck aus dem Trump-Lager stampft der Mobilfunkriese seine Programme für Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration (DEI) ein – nicht leise, sondern mit demonstrativem Kniefall.
In einem Schreiben an den Chef der US-Telekomaufsicht FCC, Brendan Carr, verspricht T-Mobile US, man werde DEI nicht nur „dem Namen nach, sondern in der Substanz“ abschaffen. Ein Satz, wie aus dem Parteiprogramm der Reaktionären: Vielfalt? Gleichberechtigung? Inklusion? Nicht in Trumps Amerika.
Alle DEI-Teams werden aufgelöst, Webseiten bereinigt, Schulungen zurückgespult – als hätte man Angst, dass das bloße Wort „Diversität“ schon ansteckend sein könnte.
Natürlich kommt der Rückzieher nicht zufällig: T-Mobile US wartet auf grüne Lichter für milliardenschwere Deals, darunter die Übernahme des Mobilfunkgeschäfts von United States Cellular und eine Partnerschaft mit KKR. Und offenbar lautet die neue Regel: Wer in den USA Geschäfte machen will, muss sich dem Kulturkrieg beugen.
Dass ein deutsches Unternehmen mit globalem Anspruch und Werten wie Offenheit und Inklusion sich so bereitwillig zum Werkzeug politischer Erpressung machen lässt, ist ein alarmierendes Signal. Nicht nur für Minderheiten in den USA – sondern für jede Firma, die vorgibt, Prinzipien zu haben.
Trump will zurück zu einer Zeit, in der Vielfalt nicht als Stärke galt, sondern als Störfaktor. Und T-Mobile US scheint bereit, diesen Rückwärtsgang nicht nur einzulegen, sondern auch noch freiwillig Gas zu geben.
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