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Ukraine greift weitere Wildberries-Standorte an – Tote und Verletzte in Russland und der Ukraine

jorono (CC0), Pixabay
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Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind in der Nacht zum Montag mehrere Lager- und Industrieanlagen in Russland getroffen worden. Betroffen waren unter anderem Standorte des Onlinehändlers Wildberries, der häufig als „russisches Amazon“ bezeichnet wird.

In der Region Moskau kamen nach Angaben örtlicher Behörden mindestens fünf Menschen ums Leben, zehn weitere wurden verletzt. Getroffen wurde ein Industrieareal in Tschechow, rund 69 Kilometer südlich des Kremls. Dort geriet eine Lagerhalle in Brand. Außerdem wurden ein Umspannwerk und ein Verwaltungsgebäude beschädigt. Ob die Anlage tatsächlich von Wildberries betrieben wurde, bestätigten die Behörden zunächst nicht. Russische Medien und Einträge in der Suchmaschine Yandex brachten den Standort jedoch mit dem Unternehmen in Verbindung.

Bestätigt wurden Schäden an weiteren Wildberries-Standorten in den Regionen St. Petersburg und Twer. Videoaufnahmen zeigten eine brennende Lagerhalle und dichte schwarze Rauchwolken. Auch ein bereits am Sonntag getroffener Wildberries-Komplex in der Region Samara soll vollständig zerstört worden sein.

Die Ukraine wirft dem Unternehmen vor, mit seinen Depots auch die russischen Streitkräfte zu versorgen. Moskau bestreitet dies. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht insgesamt 320 Drohnen abgefangen und zerstört zu haben.

Gleichzeitig setzte Russland seine Angriffe auf ukrainische Städte fort. In Mykolajiw wurde eine 89-jährige Frau getötet, sieben Menschen wurden verletzt, darunter zwei Mädchen im Alter von zwei und zwölf Jahren. In Sumy starben eine Frau und zwei Mädchen im Alter von fünf und zehn Jahren bei einem Angriff auf ein Wohngebiet. Weitere Menschen wurden verletzt.

Auch in Bilhorod-Dnistrowskyj gab es Verletzte, während in Dnipro ein Lebensmittellager in Brand geriet.

Bereits einen Tag zuvor war in der russischen Region Krasnodar eine Drohne an einem belebten Strand eingeschlagen. Nach russischen Angaben starben sieben Menschen, 58 wurden verletzt. Unklar blieb, ob die Drohne gezielt auf den Strand gerichtet war oder nach Störungen beziehungsweise Abwehrmaßnahmen abstürzte.

Beide Kriegsparteien bestreiten weiterhin, Zivilisten absichtlich anzugreifen.

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