US-Präsident Donald Trump setzt ab dem 2. April seine angekündigten „reziproken Strafzölle“ in Kraft – ein zentraler Bestandteil seiner wirtschaftspolitischen Agenda. Er bezeichnet diesen Tag selbst als „Liberation Day“, also den Tag der Befreiung. Ziel ist es, die in seinen Augen unfaire Behandlung der USA im Welthandel zu beenden und die heimische Produktion zu stärken.
Die neuen Zölle sollen all jene Länder treffen, die selbst hohe Abgaben auf US-Exporte erheben. Das Prinzip: Wer US-Waren mit Zöllen belegt, muss künftig mit Gegenzöllen in gleicher Höhe rechnen. Besonders betroffen sind die 15 Länder mit den größten Handelsüberschüssen gegenüber den USA – darunter laut Medienberichten China, die EU, Mexiko, Japan und Kanada.
Während Trump betont, dass die Maßnahmen moderat ausfallen sollen, reagiert die Wirtschaft mit Sorge. An den US-Börsen brach der Dow Jones am Freitag um über 700 Punkte ein – der stärkste Rückgang seit Anfang März. Auch der S&P 500 verzeichnete deutliche Verluste. Die Aussicht auf steigende Preise, neue Zollkosten für Unternehmen und mögliche Vergeltungsmaßnahmen anderer Staaten beunruhigen Investoren weltweit.
Ökonomen warnen zudem vor ernsthaften Folgen für die Konjunktur. Mark Zandi, Chefvolkswirt von Moody’s, sieht in den geplanten Maßnahmen einen potenziellen Auslöser für eine Rezession: „Wenn die Zölle einige Monate Bestand haben, könnte das genau die Zutaten liefern, die eine wirtschaftliche Abkühlung verursachen.“ Zwar könne es später zu einem Kurswechsel Trumps kommen – doch kurzfristig sei mit steigenden Verbraucherpreisen und Unsicherheit zu rechnen.
Besonders kritisch sehen Beobachter die angekündigten Zölle auf Halbleiter, Medikamente und Pharma-Produkte, die bislang jedoch nicht offiziell beschlossen wurden. Trump selbst kündigte an, man wolle lebenswichtige Arzneimittel „zurück in die USA holen“.
Die internationale Reaktion bleibt nicht aus: Kanada und China haben bereits Gegenmaßnahmen angekündigt. Auch die EU prüft Vergeltungszölle. Kanadas Premierminister Mike Carney nannte die USA unter Trump einen „nicht mehr verlässlichen Partner“.
Trotz der Eskalation zeigte sich Trump unbeeindruckt: „Viele Länder haben uns jahrzehntelang ausgenutzt – das muss aufhören.“ Doch ob die Strafzölle langfristig den gewünschten Effekt erzielen, bleibt offen. Schon jetzt wachsen die Zweifel – auch auf dem heimischen Markt.
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