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Trump und der „große Iran-Deal“ – Vom starken Mann zum weltgrößten Rückwärtsgang?

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Donald Trump wollte eigentlich als der Mann in die Geschichte eingehen, der Iran „endlich in die Knie zwingt“. Stattdessen wirkt es momentan eher so, als hätte sich der selbst ernannte Meister aller Deals mitten im Nahen Osten politisch verfahren – und sucht jetzt hektisch den Rückwärtsgang.

Denn plötzlich ist aus der großen martialischen Rhetorik von der „bedingungslosen Kapitulation“ Irans nur noch erstaunlich viel diplomatisches Herumgeeier geworden.

Wochenlang wurde angekündigt:

  • Iran sei militärisch praktisch erledigt,
  • die USA hätten alles unter Kontrolle,
  • und der große Sieg sei nur noch Formsache.

Jetzt diskutiert Washington plötzlich darüber, iranische Vermögenswerte freizugeben und die eigene Blockade schrittweise zu lockern, damit Teheran die Straße von Hormus wieder öffnet. Anders formuliert:
Erst den starken Sheriff spielen…
und am Ende hoffen, dass der Gegner bitte wieder Öl durchlässt.

Aus „America First“ wird plötzlich „Please open Hormuz“

Besonders peinlich wirkt dabei, wie sehr Trump offenbar unter Druck geraten ist.

Denn:

  • die Ölpreise steigen,
  • die Zustimmung sinkt,
  • die Republikaner werden nervös,
  • und selbst konservative Hardliner fragen inzwischen öffentlich, was dieser Krieg eigentlich gebracht haben soll.

Da bleibt vom großen Alpha-Auftritt plötzlich nicht mehr viel übrig.

Vor ein paar Monaten klang das noch wie:
„Iran wird klein beigeben.“

Jetzt klingt es eher wie:
„Könnten wir vielleicht irgendwie eine Lösung finden, bevor die Benzinpreise komplett explodieren?“

Der große Dealmaker – mal wieder Opfer seiner eigenen Show

Das Grundproblem bei Trump bleibt dasselbe wie immer:
Er verkauft jede Eskalation zuerst als historischen Triumph…
und versucht später irgendwie zu erklären, warum der Rückzug eigentlich ebenfalls ein genialer Schachzug war.

Das Muster kennt man inzwischen:

  • Erst maximale Härte ankündigen.
  • Dann merken, dass die Realität komplizierter ist.
  • Danach behaupten, genau DAS sei von Anfang an der Plan gewesen.

Man könnte fast meinen, geopolitische Krisen seien für Trump eine Art Realityshow mit sehr teurem Budget.

Republikaner plötzlich selbst genervt

Besonders unangenehm:
Sogar aus den eigenen Reihen wächst der Frust.

Mehrere republikanische Senatoren fragen inzwischen öffentlich, warum man Iran erst militärisch massiv angreift…
wenn man anschließend doch wieder verhandeln muss.

Eine berechtigte Frage.

Denn wenn das Ergebnis am Ende ungefähr dort landet, wo frühere Abkommen bereits einmal waren, stellt sich automatisch die Frage:
Wofür das Ganze eigentlich?

Milliardenkosten.
Tote Soldaten.
Chaos im Golf.
Steigende Energiepreise.
Und am Ende möglicherweise ein Deal, der kaum besser aussieht als frühere Vereinbarungen.

Das ist ungefähr so,
als würde jemand erst sein halbes Haus abreißen…
um danach festzustellen, dass die alte Wohnung vielleicht doch ganz okay war.

Trump zwischen Größenwahn und Realität

Besonders bitter:
Trump kann politisch eigentlich kaum noch gewinnen.

Setzt er den Krieg fort:

  • drohen höhere Ölpreise,
  • wirtschaftliche Schäden,
  • und weitere militärische Eskalationen.

Beendet er den Konflikt mit einem „faulen Kompromiss“:

  • nennen ihn die Falken schwach,
  • die Demokraten sprechen von Chaos,
  • und Iran verkauft sich selbst als Sieger.

Kurz gesagt:
Der große Dealmaker steckt plötzlich in genau jener geopolitischen Falle, aus der er angeblich immer alle anderen befreien wollte.

Und Iran? Dort dürfte man leise grinsen

Das eigentlich Ironische:
In Teheran dürfte man trotz aller Schäden und Probleme inzwischen durchaus das Gefühl haben, den Amerikanern erstaunlich lange standgehalten zu haben.

Denn aus dem angekündigten schnellen Durchmarsch wurde:

  • ein komplizierter Konflikt,
  • wirtschaftliche Nervosität,
  • und am Ende doch wieder Diplomatie.

Oder anders gesagt:
Trump wollte Stärke demonstrieren…
und landet nun möglicherweise bei genau dem, was er früher selbst als „schwachen Obama-Deal“ verspottet hat.

Die Geschichte besitzt manchmal wirklich einen ziemlich schwarzen Humor.

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