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Trump als Verlierer des Iran-Krieges: Das teure Ende einer Fehlkalkulation

tweetyspics (CC0), Pixabay
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Donald Trump hat sich gerne als Mann präsentiert, der Kriege beendet statt neue anzuzetteln. Doch ausgerechnet der Konflikt mit dem Iran könnte sich als eine seiner größten außenpolitischen Fehleinschätzungen erweisen.

Wenn die aktuellen Entwicklungen tatsächlich auf weitreichende Zugeständnisse gegenüber Teheran hinauslaufen, dann muss Trump nun Bedingungen akzeptieren, die vor wenigen Monaten für viele seiner Anhänger noch undenkbar gewesen wären. Die Realität hat die politischen Parolen eingeholt.

Vielleicht steckt dahinter allerdings auch eine späte Erkenntnis: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Denn die strategische Lage spricht eine deutliche Sprache. Die USA haben feststellen müssen, dass ein umfassender Konflikt mit dem Iran weder schnell noch kostengünstig zu gewinnen wäre. Die wirtschaftlichen Folgen, die Risiken für amerikanische Soldaten und die Auswirkungen auf die globale Energieversorgung wären enorm. Ein langer Krieg hätte nicht nur den Nahen Osten destabilisiert, sondern auch die amerikanischen Verbraucher massiv belastet.

Steigende Energiepreise, höhere Inflation und milliardenschwere Militärausgaben wären politisches Gift für jede Regierung – besonders mit Blick auf die kommenden Midterm-Wahlen. Die Sorge vor einem politischen Debakel dürfte in Washington inzwischen größer sein als die Hoffnung auf einen militärischen Durchbruch.

Dabei stellt sich die Frage, ob Trump sich nicht von Beginn an verkalkuliert hat. Seine enge politische Unterstützung für Benjamin Netanjahu ließ oft den Eindruck entstehen, dass Washington zunehmend einer Strategie folgte, deren Risiken am Ende vor allem die Vereinigten Staaten tragen mussten. Während Israel existenzielle Sicherheitsinteressen verfolgt, zahlen amerikanische Steuerzahler und Verbraucher einen erheblichen Teil der Rechnung.

Sollte sich bestätigen, dass die USA nun weitreichende Kompromisse eingehen müssen, wäre das auch ein schwerer Schlag für Verteidigungsminister Pete Hegseth. Wer militärische Stärke predigt, am Ende aber politische Zugeständnisse machen muss, wird sich unangenehme Fragen gefallen lassen müssen.

Der eigentliche Gewinner könnte ausgerechnet der Iran sein. Trotz enormen Drucks, Sanktionen und militärischer Drohungen scheint Teheran politisch widerstandsfähiger aus dem Konflikt hervorzugehen als viele Beobachter erwartet hatten. Das Regime kann den Ausgang als Beweis dafür darstellen, dass es den Druck der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten überstanden hat.

Die eigentliche Tragik liegt jedoch woanders: Jeder Konflikt im Nahen Osten hinterlässt wirtschaftliche und politische Folgekosten weit über die Region hinaus. Höhere Energiepreise, neue Unsicherheiten auf den Märkten und eine weitere Verschärfung geopolitischer Spannungen werden letztlich von Menschen auf der ganzen Welt bezahlt.

Ob Trump den Krieg beendet hat oder lediglich einen ungünstigen Kompromiss akzeptieren musste, darüber werden Historiker urteilen. Fest steht jedoch: Wenn das Ergebnis in weitreichenden Zugeständnissen an den Iran besteht, wird es schwer sein, diesen Konflikt als amerikanischen Erfolg zu verkaufen.

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