Startseite Allgemeines Trump-Administration schafft neue Kategorien für Abschiebungen
Allgemeines

Trump-Administration schafft neue Kategorien für Abschiebungen

CristianFerronato (CC0), Pixabay
Teilen

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump weitet ihre Abschiebepolitik massiv aus – weit über bisher bekannte Maßstäbe hinaus. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass nicht mehr nur Migranten mit krimineller Vergangenheit betroffen sind, sondern auch Personen, die bislang legal in den USA leben und arbeiten durften.

Laut einem exklusiven CNN-Bericht plant die US-Regierung, Asylanträge im großen Stil abzulehnen – auch rückwirkend. Damit werden Hunderttausende Menschen plötzlich „illegalisiert“ und für eine sofortige Abschiebung infrage kommen. Selbst Personen, die mit gültigen Arbeitserlaubnissen tätig waren, könnten über Nacht als „undokumentiert“ gelten.

Supreme Court öffnet Tür für Drittstaaten-Abschiebungen

Ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshofs erlaubt der Trump-Administration zudem, Migrantinnen und Migranten in sogenannte Drittstaaten abzuschieben – also nicht in ihr Herkunftsland, sondern in Länder, die bereit sind, diese aufzunehmen. Einige dieser Personen – u.a. aus Kuba, Haiti oder Venezuela – sollen bereits nach Südsudan oder Eswatini (ehemals Swasiland) deportiert worden sein. Kritiker sprechen von einem klaren Bruch mit Menschenrechten und rechtsstaatlichen Prinzipien.

„Alligator-Alcatraz“ und Abschiebe-Infrastruktur

Um die wachsende Zahl Inhaftierter zu bewältigen, entsteht derzeit ein neues Abschiebelager im Sumpfgebiet der Everglades in Florida. Das provisorisch als „Alligator-Alcatraz“ bezeichnete Zentrum soll bis zu 5.000 Migranten fassen und nutzt gezielt die natürliche Umgebung als Sicherheitsbarriere. ICE (Immigration and Customs Enforcement) ist laut CNN bereits weit über seiner Kapazitätsgrenze – über 58.000 Menschen befinden sich aktuell in Haft.

Industrien unter Druck – Fachkräfte betroffen

Ein Nebeneffekt: Branchen wie Landwirtschaft, Bau und Pflege, die stark auf legale Migranten angewiesen sind, geraten zunehmend unter Druck. Personen, die mit vorläufigem Schutzstatus arbeiteten, werden plötzlich als illegal eingestuft – mit rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen für Arbeitgeber und Betroffene.

Politischer Hintergrund: Strategie mit System

Hinter den Kulissen arbeitet einflussreicher Trump-Berater Stephen Miller seit Jahren an dieser Politik. Der aktuelle Schub der Maßnahmen scheint gezielt vorbereitet worden zu sein. Gespräche mit Drittstaaten, neue Vorschriften und richterliche Entscheidungen fügen sich nun zu einem Gesamtbild zusammen – einer radikalisierten Abschiebemaschine, wie Kritiker sagen.

Noch ist unklar, ob der Kongress milliardenschwere Mittel bewilligt, um die Pläne vollständig umzusetzen. Sollte dies geschehen, steht eine neue Stufe der US-Migrationspolitik bevor – mit weltweiten Auswirkungen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Gold, Silber und Bitcoin

Gold und Bitcoin haben in den vergangenen Jahren neue Höchststände erreicht. Noch...

Allgemeines

EU verpflichtet Meta zur Öffnung von WhatsApp für andere KI-Anbieter

Die EU-Kommission hat den US-Konzern Meta dazu aufgefordert, in seiner Messenger-App WhatsApp...

Allgemeines

Insolvenz_Domus Cura Pflegezentrum Hüffenhardt GmbH

1 IN 23/26 | In dem Verfahren über den Antrag Domus Cura...

Allgemeines

Venezolanischer Oppositionspolitiker Guanipa nach Freilassung entführt

Nur wenige Stunden nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis ist der prominente...