Schwere Unwetter mit Tornados, Orkanböen und Hagel haben in den vergangenen Tagen weite Teile des Mittleren Westens der USA heimgesucht. Mindestens ein Mensch kam dabei ums Leben. Hunderttausende Haushalte und Unternehmen waren zeitweise ohne Strom.
Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Iowa, Illinois, Indiana, Wisconsin und Michigan. Meteorologen registrierten innerhalb weniger Tage fast zwei Dutzend Tornados sowie hunderte weitere Unwetterereignisse. Experten sprechen von einer der schwersten Sturmserien dieses Jahres in den zentralen Vereinigten Staaten.
Mann stirbt in Obdachlosenlager
Das bislang einzige bestätigte Todesopfer wurde aus der Stadt Des Moines im Bundesstaat Iowa gemeldet. Nach Angaben der Behörden wurde ein 54-jähriger Mann tödlich verletzt, als während eines schweren Gewitters ein Baum auf ein Obdachlosenlager stürzte.
Rettungskräfte versuchten noch, den Mann zu reanimieren, doch er erlag noch am Unglücksort seinen schweren Verletzungen.
Massive Schäden in mehreren Bundesstaaten
Auch in anderen Regionen hinterließen die Stürme erhebliche Verwüstungen. Im Kenosha County in Wisconsin wurden zahlreiche Stromleitungen und Bäume zerstört. Meteorologen bestätigten dort den Einschlag eines Tornados nahe der Stadt Sturtevant.
Im Bundesstaat Illinois traf ein Unwetter ein großes Tierheim in Springfield. Dächer wurden abgedeckt und Gebäude schwer beschädigt. Menschen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. Hunderte Tiere konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
Hunderttausende Haushalte ohne Strom
Die Stromversorgung wurde in zahlreichen Regionen massiv beeinträchtigt. Allein in Illinois und Indiana waren am Freitagmorgen noch mehr als 300.000 Haushalte und Unternehmen von Stromausfällen betroffen.
Bereits zuvor hatten schwere Gewitter in den Dakotas und in Minnesota zehntausende Menschen zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten.
Kurioser Vorfall in Chicago
Für Aufsehen sorgte ein spektakuläres Video aus Chicago. Sturmböen erfassten dort mehrere Liegestühle auf einer Dachterrasse und schleuderten sie aus großer Höhe auf eine darunterliegende Straße.
Die Aufnahmen zeigen, wie die Möbelstücke auf Autos krachten oder nur knapp vorbeiflogen. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Zusätzlich wurden während der Gewitter in zwei Hochhäusern Fensterscheiben durch die heftigen Windböen zerstört.
Wetterlage verlagert sich nach Osten
Nach Angaben des National Weather Service zieht das Unwettersystem inzwischen weiter Richtung Ostküste. Für Teile des Nordostens sowie für die Region um Washington und Philadelphia wurden bereits neue Warnungen vor schweren Gewittern, Starkregen und möglichen Sturmböen herausgegeben.
Meteorologen warnen davor, die Gefahr zu unterschätzen. Die Böden seien vielerorts bereits gesättigt, sodass zusätzliche Niederschläge lokale Überschwemmungen auslösen könnten.
Während die Aufräumarbeiten im Mittleren Westen anlaufen, bereiten sich Millionen Amerikaner entlang der Ostküste bereits auf die nächste Runde der Unwetterserie vor.
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