Wenn es einen Regisseur gibt, der das moderne Kino geprägt hat wie kaum ein anderer, dann ist es wohl Steven Spielberg. Zum Kinostart seines neuen Science-Fiction-Films Disclosure Day hat die US-Zeitung USA TODAY nun den Versuch unternommen, sämtliche Kinofilme des 79-Jährigen in eine Rangliste zu bringen – ein Unterfangen, das bei Filmfans zwangsläufig für Diskussionen sorgen dürfte.
Denn Spielbergs Filmografie liest sich wie ein Spaziergang durch die Geschichte Hollywoods: von außerirdischen Begegnungen über Dinosaurier und Haie bis hin zu Holocaust-Drama, Kriegsfilm und Abenteuerklassiker.
Platz 1 für Indiana Jones
An die Spitze setzt USA TODAY wenig überraschend den Abenteuerklassiker Raiders of the Lost Ark. Der erste Auftritt von Indiana Jones gilt bis heute als Blaupause für moderne Abenteuerfilme und machte Harrison Ford endgültig zur Kino-Ikone.
Die Mischung aus Action, Humor, Archäologie und Nazischurken sei bis heute unerreicht, urteilen die Kritiker.
Schindlers Liste auf Platz zwei
Direkt dahinter folgt das wohl wichtigste Werk in Spielbergs Karriere: Schindler’s List.
Das in Schwarz-Weiß gedrehte Holocaust-Drama über den deutschen Unternehmer Oskar Schindler wird bis heute als eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte angesehen und brachte Spielberg seinen ersten Regie-Oscar ein.
Der Hai bleibt unsterblich
Auf Platz drei landete der Thriller Jaws.
Der Film löste in den 1970er-Jahren weltweit Angst vor dem Baden im Meer aus und gilt als Geburtsstunde des modernen Sommer-Blockbusters. Noch heute genügt vielen Filmfans die berühmte Zweiton-Melodie, um nervös auf die Wasseroberfläche zu blicken.
Die Top Ten der Spielberg-Filme
USA TODAY bewertet die zehn besten Werke des Regisseurs wie folgt:
- Raiders of the Lost Ark
- Schindler’s List
- Jaws
- Indiana Jones and the Last Crusade
- The Color Purple
- Jurassic Park
- Close Encounters of the Third Kind
- E.T. the Extra-Terrestrial
- Saving Private Ryan
- West Side Story
Überraschungen und Streitpotenzial
Für Diskussionen dürfte sorgen, dass Filme wie Minority Report, Catch Me If You Can oder Lincoln lediglich im Mittelfeld landen.
Noch härter trifft es einige Fan-Lieblinge. Indiana Jones and the Temple of Doom findet sich nur auf Rang 34 wieder, während The Lost World: Jurassic Park sogar das Schlusslicht der Liste bildet.
Neuer Alien-Film sorgt für Aufsehen
Besonders bemerkenswert: Der neue Spielberg-Film Disclosure Day schaffte es auf Anhieb auf Platz 11 der Rangliste.
Der Science-Fiction-Thriller erzählt die Geschichte einer jahrzehntelang vertuschten Existenz außerirdischen Lebens und knüpft damit thematisch an Spielbergs frühere Alien-Klassiker wie Close Encounters of the Third Kind und E.T. the Extra-Terrestrial an.
Ein Regisseur für mehrere Generationen
Ob Abenteuerfilm, Science Fiction, Historienepos oder Drama – kaum ein anderer Regisseur hat über fünf Jahrzehnte hinweg so viele unterschiedliche Genres geprägt wie Steven Spielberg.
Und vielleicht zeigt diese Rangliste vor allem eines: Selbst bei den vermeintlich „schwächeren“ Spielberg-Filmen handelt es sich häufig noch um Werke, von denen andere Regisseure nur träumen können.
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