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Tesla-Robotaxi: Ankommen ist optional

RyanMcGuire (CC0), Pixabay
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Wer derzeit mit einem Tesla-Robotaxi fahren möchte, sollte vor allem eines mitbringen: Zeit. Sehr viel Zeit. Laut Tests der Nachrichtenagentur Reuters erinnern die Fahrten in Texas weniger an futuristische Mobilität und mehr an ein Überraschungsei auf Rädern.

Schon die Bestellung wird zum Abenteuer. Mal wartet man über 30 Minuten auf ein Fahrzeug, mal erscheint einfach gar keines. Und wenn tatsächlich ein Robotaxi auftaucht, beginnt erst der eigentliche Nervenkitzel: Findet das Auto überhaupt den Weg?

In einem besonders spektakulären Fall wurde aus einer normalen 20-Minuten-Fahrt ein zweistündiger Roadtrip durch Texas. Kostenloses Sightseeing inklusive. Elon Musk nennt das vermutlich „optimierte Nutzerbindung“.

Auch die Polizei zeigt sich wenig begeistert. Die Robotaxis fallen regelmäßig durch kreative Interpretationen von Tempolimits auf. Tesla erklärte dazu sinngemäß: Man wolle sich dem Verkehrsfluss anpassen. Übersetzt bedeutet das offenbar: Wenn alle rasen, rast der Computer höflich mit.

Juristen dürften bei solchen Aussagen bereits nervös auf ihre Taschenrechner schauen. Denn absichtlich zu schnelle Autos zu programmieren, kommt bei Behörden ungefähr so gut an wie ein betrunkener Fahrlehrer.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Diskrepanz zwischen Musks Versprechen und der Realität. Noch im vergangenen Jahr kündigte er an, dass seine Robotaxis bis Ende 2025 die Hälfte der US-Bevölkerung erreichen würden. Tatsächlich fahren sie aktuell in genau drei Städten in Texas herum – und manchmal nicht mal dort zuverlässig.

Währenddessen zieht Konkurrent Waymo entspannt vorbei. Die Google-Schwester ist bereits in elf US-Städten unterwegs und absolviert rund 500.000 Fahrten pro Monat. Allerdings läuft auch dort nicht alles perfekt: In zwei Städten mussten die autonomen Autos pausieren, weil sie auf überfluteten Straßen stecken blieben. Offenbar endet künstliche Intelligenz weiterhin zuverlässig an tiefen Pfützen.

Die Zukunft des autonomen Fahrens bleibt also spannend. Momentan gilt allerdings weiterhin die alte Regel: Wer wirklich sicher und pünktlich ankommen will, fährt vielleicht doch lieber mit einem Menschen – oder notfalls mit dem Bus.

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