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Chemie-Alarm in Kalifornien: 40.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Im kalifornischen Orange County sorgt ein gefährlicher Chemieunfall für massive Evakuierungen. Rund 40.000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser sofort zu verlassen, nachdem ein Tank mit einer hochgiftigen Industriechemikalie außer Kontrolle geraten war. Behörden warnen inzwischen offen vor zwei möglichen Szenarien: Der Tank könnte entweder aufreißen – oder explodieren.

Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Garden Grove südlich von Los Angeles. Bereits am Vortag waren Einsatzkräfte wegen eines Dampf-Austritts auf dem Gelände eines Luftfahrt-Zulieferers alarmiert worden. In dem betroffenen 34.000-Gallonen-Tank befindet sich Methylmethacrylat, eine Chemikalie, die unter anderem zur Herstellung von Kunststoffen und Harzen verwendet wird. Gesundheitsbehörden stufen den Stoff als „sehr giftig“ ein.

Zunächst gelang es den Einsatzkräften noch, die Lage vorübergehend zu stabilisieren. Doch am Morgen verschärfte sich die Situation dramatisch. Nach Angaben der Feuerwehr lässt sich der Tank wegen eines beschädigten Ventils derzeit nicht mehr sicher kontrollieren. Behörden sprechen von einem „Tank in akuter Krise“.

Die Einsatzkräfte bereiten sich nun auf zwei mögliche Entwicklungen vor. Im günstigeren Fall könnten etwa 6.000 bis 7.000 Gallonen der Chemikalie auslaufen. Das würde zwar eine massive Umwelt- und Gesundheitsgefahr darstellen, aber die Explosionsgefahr reduzieren. Das deutlich gefährlichere Szenario wäre ein sogenannter „thermal runaway“ – eine unkontrollierte chemische Reaktion, die zu einer Explosion führen könnte und möglicherweise weitere Tanks auf dem Gelände erfassen würde.

Feuerwehr und Spezialteams arbeiten nach eigenen Angaben rund um die Uhr an einer Lösung. Experten aus mehreren Bundesstaaten seien hinzugezogen worden, um Möglichkeiten zu finden, den Druck im Tank kontrolliert abzubauen. Gleichzeitig wurden Sandbarrieren errichtet, um ein mögliches Austreten der Chemikalien einzudämmen und eine Verunreinigung von Abwasserkanälen sowie des nahen Ozeans zu verhindern.

Die Gesundheitsbehörden warnen eindringlich vor den Risiken der Chemikalie. Bereits kurzfristiges Einatmen der Dämpfe könne starke Reizungen der Atemwege, Übelkeit und Schwindel verursachen. Höhere Konzentrationen könnten schwere Atemnot und Krankenhausaufenthalte notwendig machen. Langfristig seien zudem Schäden an weiteren Organen möglich.

Die Bürgermeisterin von Garden Grove appellierte eindringlich an die Bevölkerung, die Evakuierungsanweisungen ernst zu nehmen. „Jetzt ist nicht die Zeit zu warten“, erklärte sie. „Bitte verlassen Sie die Gefahrenzone sofort.“

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