Taylor Swift polarisiert wieder: Ihr zwölftes Studioalbum „The Life of a Showgirl“ wird von Kritikern zwiespältig aufgenommen – doch geschäftlich könnte es kaum cleverer sein.
Laut einer Analyse von CNN Business gleicht das Album einem „Novelty Oreo“, also einem experimentellen Produkt, das nicht für jeden Geschmack gedacht ist, aber die Marke insgesamt stärkt.
🍪 Das „Novelty-Oreo“-Prinzip
Der Vergleich stammt ursprünglich aus einem Artikel der New York Times:
Wenn Oreo eine verrückte Sonderedition wie Root Beer Float oder Key Lime Pie herausbringt, sorgt das für Aufmerksamkeit – selbst wenn die Geschmacksrichtung floppt.
Denn während Fans über die skurrilen Sorten diskutieren, steigen paradoxerweise die Verkäufe des klassischen Originals.
Zwischen 2015 und 2018 etwa wuchsen laut NYT die Umsätze der „Novelty Oreos“ um 12 %, die des Standardkekses aber um ganze 22 %.
Übertragen auf Taylor Swift heißt das:
„Showgirl“ ist Swifts Piña-Colada-Oreo – ein mutiges, vielleicht exzentrisches Experiment, das am Ende vor allem ihr eigenes Imperium stärkt.
💸 Jede Kritik ist kostenlose Werbung
Auch wenn Showgirl musikalisch polarisiert, ist es kommerziell erfolgreich. Laut Billboard könnte es sogar Adele’s Rekordalbum „25“ als meistverkauftes Album der modernen Ära ablösen.
Swift selbst nimmt die Kritik gelassen:
„Wenn in der ersten Woche jeder meinen Namen oder mein Album erwähnt, hilft mir das – egal ob positiv oder negativ“,
sagte sie im Interview mit Zane Lowe.
Damit bestätigt sie indirekt, was Marketingprofis längst wissen: Aufmerksamkeit ist die eigentliche Währung.
🎶 Streaming-Bonus: Alte Alben boomen
Jedes Mal, wenn Swift ein neues Album veröffentlicht, steigen die Streamingzahlen ihrer älteren Werke stark an – von Folklore über Evermore bis zu ihren neu aufgenommenen Taylor’s Versions.
Seit sie Anfang 2025 ihre Musikrechte (Masters) vollständig von der Investmentfirma Shamrock Capital zurückgekauft hat, fließt jeder Dollar aus Streams, Merchandising und Filmrechten direkt an sie selbst.
So wird selbst ein Album mit gemischten Kritiken zum wirtschaftlichen Multiplikator ihres Gesamtvermögens.
🧠 Fazit: Genialer Schachzug unter Pop-Glitzer
Was auf den ersten Blick wie ein überdrehtes Pop-Projekt wirkt, ist strategisch betrachtet eine perfekte Markenpflege.
Showgirl spaltet die Meinungen, aber vereint die Fans – und bringt Swift in die Schlagzeilen.
Wie CNN-Analystin Allison Morrow schließt:
„Ein seltsames Oreo kann – wenn du Taylor Swift heißt – großartig fürs Geschäft sein.“
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