Startseite Allgemeines Taucha:Was willst du von so einem Bürgermeister erwarten? Der Fisch stinkt immer vom Kopf
Allgemeines

Taucha:Was willst du von so einem Bürgermeister erwarten? Der Fisch stinkt immer vom Kopf

Dara-nikor-Leo (CC0), Pixabay
Teilen

Im Tauchaer Rathaus scheint man momentan eine ganz eigene Vorstellung von Krisenmanagement zu haben: Erst sorgt der Bußgeld-Wirbel um einen Feuerwehrmann bundesweit für Schlagzeilen – und kaum ist der Rauch halbwegs verzogen, legt die Verwaltung direkt die nächste Posse nach. Man könnte fast meinen, im Rathaus läuft derzeit ein Wettbewerb: „Wie blamiere ich mich jede Woche aufs Neue?“

Diesmal geht es um ein Spiegel-TV-Team, das nachfragen wollte, warum ein Feuerwehrmann während eines Einsatzes geblitzt wurde und daraus plötzlich ein Staatsdrama gemacht wurde. Statt souverän zu reagieren, fühlte sich der Pressesprecher offenbar wie in einem schlechten Agentenfilm. Kamera? Mikrofon? Fragen? Alarmstufe Rot!

Im Beitrag sieht man laut Bericht einen sichtbar überforderten Rathaussprecher, der versucht, die Journalisten möglichst schnell wieder loszuwerden. Wenig später folgt dann offenbar der nächste Geniestreich: Ein Anruf bei der Produktionsfirma des Kamerateams – obwohl die laut Reporter vorher gar nicht erkennbar gewesen sein soll. Da stellt sich natürlich die Frage: Hat im Rathaus jemand heimlich „CSI Taucha“ gespielt und Kennzeichen abgefragt?

Die Erklärung wirkt dabei ungefähr so überzeugend wie ein Regenschirm aus Küchenpapier. Erst heißt es, Mitarbeiter hätten sich „bedroht“ gefühlt. Später wird daraus plötzlich ein „weiter Begriff“. Am Ende klingt alles eher nach: „Da standen Leute mit Kamera und das war irgendwie unangenehm.“ Willkommen im Berufsleben eines Pressesprechers.

Besonders kurios wird es, wenn man liest, dass angeblich ein Mitarbeiter beim Aufbau eines Blitzers gefilmt wurde und dadurch seine Persönlichkeitsrechte verletzt sah. Man fragt sich kurz: Arbeiten wir hier noch in einer Stadtverwaltung oder schon im Zeugenschutzprogramm?

Und natürlich gibt es am Ende – Überraschung! – keinerlei Konsequenzen. Stattdessen sollen jetzt Schulungen kommen. Vermutlich sowas wie: „Wie reagiere ich, wenn Journalisten Fragen stellen?“ oder „Panik vermeiden für Anfänger“.

Ganz ehrlich: Wenn in einer Verwaltung ständig neue Skandälchen, Ausreden und Kommunikationsdesaster entstehen, dann liegt das Problem oft nicht unten bei den Mitarbeitern. Der alte Spruch passt eben manchmal erschreckend gut: Der Fisch stinkt immer vom Kopf.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Neue Gesetze im August 2026: Das ändert sich für Familien, Unternehmen und Verbraucher

Der August 2026 bringt in Deutschland eine ganze Reihe neuer gesetzlicher Regelungen....

Allgemeines

FIFA unter Druck: Carlos Cordeiro tritt aus Protest gegen Investorenpläne zurück

Der Widerstand gegen die umstrittenen Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst weiter....

Allgemeines

GEMA gegen Suno: Was bedeutet das Urteil für Nutzer von KI-Musik?

Interviewentwurf mit Rechtsanwalt Maurice Högel über Urheberrecht, KI-generierte Songs und die Risiken...

Allgemeines

GEMA gewinnt gegen Suno: Münchner Gericht sieht Urheberrechtsverletzungen durch KI-Musikgenerator

Ein Urteil des Landgerichts München I könnte für die Diskussion über Künstliche...