In einer kanadischen Kleinstadt nördlich von Toronto hat sich am Mittwoch ein tragischer Unfall ereignet: Ein 70-jähriger Fahrer ist mit einem SUV in das Fenster einer Kindertagesstätte gerast. Dabei kam ein eineinhalbjähriger Junge ums Leben.
Wie die örtliche Polizei im Bezirk York mitteilte, wurden außerdem sechs weitere Kleinkinder im Alter von 18 Monaten bis drei Jahren sowie drei Mitarbeiter der Einrichtung verletzt. Mehrere Opfer mussten mit teils schweren Verletzungen in nahegelegene Krankenhäuser gebracht werden.
Unfallursache noch unklar
Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler gebe es keine Hinweise auf eine vorsätzliche Tat. Die Polizei gehe derzeit von einem Unfall aus. Ob gesundheitliche Probleme oder technisches Versagen des Fahrzeugs ursächlich waren, sei noch Gegenstand der Untersuchungen. Der 70-jährige Fahrer wurde noch am Unfallort festgenommen und soll vernommen werden.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Nach dem Crash herrschten in der Kita dramatische Szenen: Eltern eilten zum Unglücksort, während Rettungskräfte und Feuerwehr mit einem Großaufgebot versuchten, die Verletzten zu versorgen. Auch Notfallseelsorger wurden hinzugezogen, um die betroffenen Familien und Mitarbeiter psychologisch zu betreuen.
Betroffenheit in der Region
Der Vorfall hat in Richmond Hill und ganz Ontario große Bestürzung ausgelöst. Politiker, Nachbarn und Eltern bekundeten ihre Anteilnahme. Viele Anwohner legten Blumen und Kuscheltiere am Unglücksort nieder.
Die Polizei will in den kommenden Tagen weitere Details zu den Hintergründen des Vorfalls bekannt geben.
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