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Suntory-CEO Takeshi Niinami tritt nach Ermittlungen zu illegalen Substanzen zurück

Maklay62 (CC0), Pixabay
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Der Vorstandsvorsitzende und CEO des japanischen Getränkekonzerns Suntory Holdings, Takeshi Niinami, ist am Dienstag von seinen Ämtern zurückgetreten. Grund sind polizeiliche Ermittlungen im Zusammenhang mit angeblich illegalen Substanzen in Nahrungsergänzungsmitteln, die Niinami bezogen haben soll. Der 66-Jährige zählt zu Japans prominentesten und meinungsstärksten Wirtschaftsführern.

CBD-Supplemente aus den USA – Missverständnis oder Gesetzesverstoß?

Niinami erklärte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, er habe in den USA frei verkäufliche CBD-Produkte für seine Gesundheit erworben. Dabei habe er die Inhaltsstoffe überprüft und sei davon ausgegangen, dass die Produkte legal in Japan seien.

Japanische Ermittlungsbehörden, darunter die Polizei in Fukuoka, prüfen derzeit, ob die gelieferten Produkte THC enthielten – der psychoaktive Bestandteil von Cannabis. In Japan ist jeglicher Besitz, Verkauf oder Import von THC-haltigen Produkten streng verboten. Allein der Besitz kann mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet werden. Eine Unterscheidung zwischen medizinischer und Freizeitnutzung existiert nicht.

Laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders NHK hatte die Polizei bereits Niinamis Wohnsitz in Tokio durchsucht. Dabei standen insbesondere Lieferungen eines Beraters aus dem Ausland im Fokus, die dieser über seinen Bruder weitergeleitet haben soll. Niinami betonte, diese Zusendungen nicht angefordert zu haben und auch nicht zu wissen, was sie enthielten.

Freiwilliger Rücktritt – Unternehmensimage schützen

„Ich habe mich freiwillig entschieden zurückzutreten, um weiteren Schaden vom Unternehmen abzuwenden“, erklärte Niinami. Er bestreitet, wissentlich gegen Gesetze verstoßen zu haben, wolle aber im Sinne von Suntory Verantwortung übernehmen.

Der Rücktritt wurde von der Unternehmensführung am 1. September angenommen. Bereits am 22. August hatte Niinami seine Kollegen über die laufenden Ermittlungen informiert.

Wechsel in der Führung – Rückkehr zur Familienlinie

Suntory-Präsident Nobuhiro Torii und Vizepräsident Kenji Yamada informierten die Öffentlichkeit am Dienstag über die Ereignisse. Torii übernahm bereits im Dezember 2024 die Rolle des Präsidenten, wodurch die Leitung des Unternehmens wieder in die Hände der Gründerfamilie überging. Niinami blieb zunächst als CEO und Chairman im Amt.

Niinami war vor seinem Wechsel zu Suntory CEO der Lawson-Kette und hatte als erster Geschäftsführer außerhalb der Gründungsfamilie die Leitung des Traditionsunternehmens übernommen. Er war zudem Wirtschaftsberater mehrerer Premierminister und trat regelmäßig in internationalen Medien wie CNN auf.


Hintergrund:
Suntory zählt zu den größten Getränkeherstellern Japans. Zum Portfolio gehören unter anderem Bier, Whisky, Softdrinks und Energydrinks. Weltweit bekannt wurde die Marke auch durch Sofia Coppolas Film „Lost in Translation“ (2003), in dem Schauspieler Bill Murray eine fiktive Werbung für Suntory-Whisky dreht.

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